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Bundeswehr baute Brücke für Wanderweg

Die Panzerpionierkompanie 390 aus Bad Salzungen übergab am Donnerstag offiziell eine Fußgängerbrücke für Wanderer über die «Hochwaldgrotte» (Nähe «Hohe Sonne») an das Forstamt Marksuhl.
Zehn Soldaten hatten im vergangenen Herbst intensiv an dieser Holzbrücke gebaut. Die Soldaten des Pionierzuges von Oberleutnant Dipl.-Ing. Carsten Weszka errichteten anstelle eines alten, baufälligen Baues die neue stabile Brücke.
Damit folgte die Bundeswehr der Bitte des Forstamtes. Immerhin hatten die Soldaten aus Bad Salzungen im Amtsbereich schon zahlreiche Übungen durchgeführt. Deshalb sprach der Leiter des Amtes den Wunsch aus. Doch zuvor mussten zahlreiche bürokratische Hürden für den Einsatz der Bundeswehr genommen werden.
Für die Pioniere war es eine klare Sache: «Wir bauen die Brücke». Bleibt sie doch stehen und so mancher Soldat wird dieses Bauwerk seiner Familie zeigen und voller Stolz sagen: «Hier war ich dabei».
Die Brücke weihten Landrat Dr. Martin Kaspari und Kompaniechef Major Hans-Martin Gieseler ein. Schüler der Empfertshäuser Schnitzschule folgten der Bitte des Landrates, zur Erinnerung an die Errichter der Brücke Tafeln zu fertigen. Nun kann es jeder im Holz lesen: Panzerpionierkompanie 390 und Forstamt Marksuhl.

Nicht ohne Stolz stellte Oberleutnant Weszka «seine» erste Holzbrücke vor. Die Brücke überspannt einen Schmelzwasserablaufgraben in einer Breite von 11 Metern und steht auf zwei Stützen. Die Widerlager an beiden Seiten bestehen aus einer L-förmigen Stahlbetonkonstruktion. Auf einem Betonpunktfundament stehen die Stützen. Die Brücke ist zwei Meter breit, die Überspannung ist rund sechs Meter hoch und dient nur für Fußgänger. Bedacht wurde bei der Errichtung der Stützen mögliches Geröll, was bei der Schneeschmelze mitgeführt werde und Schäden verursachen könnte. Holz wurde gewählt, damit sich die Brücke in den Hochwald einpasst.
Das Baumaterial, einschließlich des Holzes, stammt vom Forstamt.
«Mit dem Bau konnten wir unsere professionelle Arbeit einmal in der Öffentlichkeit unter Beweisstellen», so der Major Gieseler. Verschiedenen Berufsgruppen hätten an dieser Maßnahme mitgewirkt.

Leider haben Vandalen zu Himmelfahrt das Geländer schwer beschädigt, sodass Reparaturen bereits erfolgten.

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