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Demo gegen Gebühren – für bezahlbares Wasser

Rund 350 Bürger demonstrierten gegen die Beschlüsse des TAV, des Trink- und Abwasserverbandes Eisenach-Erbstromtal. Es ging um die höheren Gebühren des Verbandes. Zur Demo hatten Die Linken und Grünen sowie der SPD-Wartburgkreis aufgerufen. Sie forderten, der TAV müsse deutlich sparen, dies verlange die Zeit. Am Abend des Mittwochs beriet der TAV in einer Verbandsversammlung.

Ralf Pollmeier, Vorsitzender des SPD des Wartburgkreises brachte es auf dem Punkt:
Er forderte: «Endlich Konsequenzen ziehen» und schieb dazu.
«Derzeit liegen den Bürgern die neuen Beitragsbescheide des Trink- und Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal (TAVEE) mit den erhöhten Kosten vor. Die meisten dieser Bürger haben keine steigenden Einkünfte, denn die Gehälter und die Renten stagnieren. Das bedeutet dass die Mehrausgaben für Wasser und Abwasser unweigerlich zu Einschränkungen führen. Sei es beim Essen, beim Urlaub, beim Auto, etc.»
Vor diesem Hintergrund wäre es eigentlich allein moralisch verpflichtend, dass der TAVEE seine Ausgaben überprüft und spart. Und nicht weiter Millionenbeträge ausgibt, sich weiter verschuldet und noch höhere Zinsen zahlt. In Folge die Gebühren zu Lasten der Bürger erhöht.
Nach der TAVEE-Verbandsversammlung ist festzustellen, dass der Geschäftsführer Herr Fritz nicht in der Lage ist, ein Unternehmen wie den TAVEE kostenoptimaler als bisher zu führen.
Die Aufgabe für diesen Tag war, Einsparmaßnahmen aus dem KPMG Gutachten abzuleiten und diese den Verbandsräten vorzustellen. Das Ergebnis war mehr als ernüchternd.
Es wurde von Herrn Fritz über mögliche Kostensenkungen referiert. Es wurde von ihm berichtet, man könne hier oder da, dieses oder jenes machen. Zum Beispiel wurde dargestellt das man in Zukunft statt täglich, nur 2-mal wöchentlich zur Bank fahren wolle, um die Kontoauszüge abzuholen. Die sind keine Vorschläge, die die Misere des TAVEEs aber auch nur ansatzwiese beseitigen können.
Zum Ende des Vortrages kam von Prof. Lessig von den Linken die Frage, zu welchen genauen Einsparungen in Euro denn die bisherigen Bemühungen geführt hätten.
Die Antwort hat mich sprachlos gemacht. Man habe zwei Autos abgeschafft.
Und sonst bislang nichts. Wenn dieses die Arbeit von mehreren Monaten darstellen soll, das Ergebnis von vielen Verbandsversammlungen ist, für die die vielen ehrenamtlichen Mitglieder ihre Zeit geopfert haben, ist das für mich ein Witz.

Zusammenfassend stelle ich fest:
Im Interesse der Bürger ist ein kostenoptimales, sparsames Wirtschaften nötig. Dazu brauchen wir Führungskräfte die tatkräftig handeln uns Kostensenkungen im Interesse der Bürger erreichen.
Wenn aber einem Geschäftsführer, der in seinem Bereich für immerhin ca. 23 Mio. Euro Kosten verantwortlich ist und dem ein über 100 Seiten langes Gutachten zu möglichen Kostensenkungen vorliegt, nur das Abschaffen von 2 Autos einfällt, dann müssen wir diesen Geschäftsführer entlassen. Das ist nicht nur notwendig, das ist die Pflicht der Verbandsräte.»

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