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DRK-Mitglieder finanzierten ersten öffentlichen Defi in Eisenach

In der Eisenacher Hauptstelle der Wartburg-Sparkasse wurde der erste AED = Automarischer Externe Defibrillator am Dienstag in Betrieb genommen.

Jährlich erleiden in Deutschland etwa 130000 Menschen einen plötzlichen Herztod. Bei ca. 50000 von ihnen liegt als Ursache ein Kammerflimmern vor. Beim Herzkammerflimmern kommt es zu einen akutem Sauerstoffmangel im Gehirn, der bereits nach fünf Minuten zu irreparablen Schäden führt. Ohne Defibrillation sinken die Überlebungschancen um ca. 7 – 10 % pro Minute.

Mit dem Defi wird durch Stromschläge versucht, das mit über 300 Herzschlägen pro Minute «flimmernde» Herz zur Ruhe, oder in einen normalen Rhythmus mit 60 – 80 Herzschlägen pro Minute zu bringen.
Dabei werden beim AED alle notwenigen Funktionen vom Gerät gesteuert. Das Gerät ist der «Chef». Die Ersthelfer kleben die Elektroden auf den Oberkörper des Verletzten und folgen den weiteren Anweisungen des Gerätes.

Daher ist das Gerät auch für medizinische Laien geeignet. Die Ersthelfer müssen aber zumindest die Herz-Lungen-Wiederbelebung beherrschen

Für Ersthelfer in Firmen, aber auch für die Bevölkerung bietet das DRK Eisenach spezielle Lehrgängen im Rahmen der Defibrillation und der Herz-Lungen-Wiederbelebung an.
Hier stehen praktischen Übungen mit einem Defibrillator sowie die anatomische Voraussetzung und die rechtlichen Vorgaben im Mittelpunkt.

Das DRK Eisenach hat bislang 75 Ersthelfer in der Defibrillation ausgebildet, davon 17 von der Sparkasse.

Die Hauptstelle der Wartburg-Sparkasse in der Eisenacher Karlstraße liegt sehr zentral und die SB-Zone ist rund um die Uhr öffentlich zugänglich. Da waren sich DRK und Sparkasse schnell über den Standort des Defi einig.

Die Sparkasse plant den Einsatz des Defi in der Filiale Rennbahn und in Bad Salzungen.

Mit Spenden ist der AED in der Eisenacher Karlstraße finanziert. Im Rahmen einer Spendenaktion von 971 Eisenacher DRK-Mitgliedern, standen am Ende 10600 Euro zur Verfügung.

Neben dem Defibrillator wurden bereits acht neue Übungspuppen für die Erste Hilfe Ausbildung, davon eine Babypuppe, zwei Juniorpuppen und fünf Erwachsene, angeschafft.
Weiterhin konnte die Sanitätsausbildung der Einsatzkräfte der Bereitschaften mit der Anschaffung eines Intubationstrainers verbessert werden.

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