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Einweihung des Berfreiungsdenkmals auf dem Trenkelberg

Am 26. Oktober 2013 fand in Wutha-Farnroda und Hörselberg-Hainich eine Gedenkveranstaltung des Zweckverbandes Hörselberg zum 200. Jahrestag des Gefechtes am Hörselberg statt. Im Verlauf der Veranstaltung wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung das Befreiungsdenkmal auf dem Trenkelberg (im Volksmund auch Generalsblick genannt) zwischen Eichrodt und Großenlupnitz, dem Kleinen Hörselberg und Trenkelhof im Blickwinkel der Wartburg eingeweiht.

Die Veranstaltung begann zunächst am Hellwigdenkmal bei Eichrodt (Gemeinde Wutha-Farnroda). Nach dem Trompetensignal «Sammeln der Jäger», welches von Jens Krumrich aus Behringen intoniert wurde, eröffnete der Zweckverbandsvorsitzende des Zweckverbandes Hörselberg, Wutha-Farnrodas Bürgermeister Torsten Gieß, den Festakt.

Im Oktober 1806 begann für Thüringen eine Zeit der französischer Besetzung, mit Plünderungen, Kriegssteuern, Zwangsrekrutierungen junger Thüringer, die 1807 in Pommern und Preußen, 1809 in Tirol, 1809/10 in Spanien und 1812 in Russland verheizt werden sollten.

In dieser hoffnungslosen Zeit hatte Husarenstreich des Leutnants Hellwig bei Eichrodt am 17. Oktober 1806 ein große psychologische Bedeutung für den beginnenden Widerstand in Deutschland und die 1813 losbrechenden Befreiungskriege.

Hellwig sollte auch 1813/14 als Führer eines eigenen Freikorps in den Befreiungskriegen eine besondere Rolle spielen.

So am 12. April 1813 bei Langensalza: Der preußische Major von Hellwig überfiel mit ungefähr 150 Mann 2000 Franzosen und nahm ihnen 5 Geschütze, 3 Wagen und 20 Pferde ab, in Gotha nehmen preußische Husaren einen französischen Gesandtschaftssekretär fest und erbeuten wichtige Papiere.

So am 23. April 1813 bei Wanfried: Der preußisch Major von Hellwig überfällt ein westfälisches Husarenregiment, welche fast alle davon liefen, so dass nur 32 Mann und 50 Pferde genommen werden konnten. Der Anführer Oberstleutnant von Göcking ging zu den Preußen über.

Am 20. Oktober 1813 trifft das hellwigsche Corps im thüringischen Heldrungen ein Es zieht weiter über Weißensee, Langensalza und Sondershausen nach Nordhausen. Am 29. Oktober 1813 nimmt das Hellwigsche Korps Halberstadt ein. Als Major von Hellwig am 29. Januar 1814 in Brüssel einrückt, wird er begeistert empfangen.

Nach einen erneuten Trompetensignal «Sammeln» wurde von den Erbauern des Denkmales Steinmetz Andreas Schäfer und seiner Tochter sowie vom Zweckverbandsvorsitzenden das neue Denkmal enthüllt.

Nach Kanonenböllerschüssen intonierte Jens Krumrich auf seiner Trompete das aus Russland stammende Lied «Ich bete an die Macht der Liebe», welches regelmäßig beim «Gebet» Bestandteil des Preußischen Zapfenstreiches ist. Nach den Reden des Vorsitzenden der Hörselberggemeinde Hans-Joachim Saalfeld und des Stellv. Zweckverbandsvorsitzenden, Hörselberg-Hainichs Bürgermeister Bernhard Bischof intonierte der Trompeter Jens Krumrich das Lied «Über den Sternen» und nach der Niederlegung der Kranz- und Blumengebinde durch Torsten Gieß für die Gemeinde Wutha-Farnroda und Hans-Joachim Saalfeld für die Hörselberggemeinde e. V. das Lied «Ich hatt‘ einen Kameraden». Unter dem Befehl ihres Präsidenten, Hans Herholz, schoss der Schützenverein Schönau-Deubach e. V. einen Ehrensalut.

Die offizielle Gedenkfeier wurde mit dem gemeinsamen Singen der Deutschen Nationalhymne, also der 3. Strophe des «Liedes der Deutschen» von Hoffmann von Fallersleben zur Melodie Joseph Haydns «Kaiserhymne», beschlossen.

Die an der Gedenkveranstaltung aktiv beteiligten Schützen trafen sich im Anschluss im und am Gasthaus «Kleiner Hörselberg» oberhalb von Wutha mit dem Zweckverbandsvorsitzenden und anderen interessierten Bürgern. Bis gegen 6 Uhr hallten jeweils zur vollen Stunde Böllerkanonensalven vom Kleinen Hörselberg durch das Erbstromtal.

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