Eisenach hat jetzt eine öffentliche Kletterwand
Auf dem Skatepark im Sportpark Eisenach ist am Mittwoch, 13. August, eine Kletterwand eingeweiht worden. Sie steht Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ¬- Anfängerinnen und Anfängern ebenso wie fortgeschrittenen Kletterinnen und Kletterern – zur Verfügung.
Für das Projekt hat sich der Kultur- und Skateboardverein „Re:Aktion“ eingesetzt. Seine Mitglieder haben in den letzten Jahren mehrere Skate-Elemente auf dem Skatepark errichtet. Die Anlage befindet sich im Eigentum der Stadt Eisenach. Für die Pflege ist der Verein verantwortlich. Eine eigene Bau-Crew um Nino Schrumpf kümmert sich um die Instandhaltung.
Die jungen Leute im Alter von 18 bis 27 Jahren hatten auch die Idee, mit Klettermöglichkeiten einen weiteren attraktiven Bewegungsraum für die Community zu schaffen. Zumal Eisenach bisher keine öffentlich zugängliche Boulderwand hatte.
Mehrere Geldgeber sind mit im Boot
In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Infrastruktur / Fachgebiet Sportstättenverwaltung der Stadt Eisenach wurde das Vorhaben geplant. Die Stadt Eisenach übernahm die Kosten für das Material in Höhe von 6000 Euro. Der Verein beteiligte sich mit 1000 Euro. Außerdem stellte das Deutsche Kinderhilfswerk im Rahmen seines Förderprogramms für Spielplätze weitere 10.000 Euro bereit.
Zu Beginn prüfte die Bau-Crew die Standfestigkeit und entwarf ein maßstabsgetreues Modell der Kletterwand, das als Vorlage für die spätere Umsetzung diente. Im Anschluss wurden die Fundamente gegossen und erste tragende Holzelemente vor Ort von Hand zugesägt und errichtet. Bereits in dieser Phase beteiligten sich zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer.
Viele Stunden ehrenamtliche Arbeit
Über Wochen hinweg sind die einzelnen Kletterwände in kleinen Arbeitsschritten montiert worden. Nino Schrumpf hat die Arbeitsstunden nicht gezählt, aber es sind viele gewesen, auch am Wochenende. Einbezogen waren ebenso Kinder und Jugendliche aus dem Umfeld, die erste handwerkliche Erfahrungen sammelten.
Im letzten Bauabschnitt wurden die Wände gestrichen und die Klettergriffe montiert. Jüngere Kinder durften ihre eigenen Griffe platzieren und damit ihre individuellen Wege an der Kletterwand gestalten.
„Die Kletterwand bereichert nicht nur unseren Sportpark und macht unsere Stadt lebenswerter, sondern symbolisiert die Kraft, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen“, betonte Oberbürgermeister Christoph Ihling bei der Einweihung. Die Stadt habe das Vorhaben sehr gern unterstützt, weil es von einem Verein angestoßen worden ist, der sich schon über viele Jahre engagiert. Außerdem bedankte sich der Oberbürgermeister beim Kinderhilfswerk für die großzügige Finanzspritze. Das Geld sei gut angelegt. Der Bau der Boulderwand habe den Zusammenhalt gefördert und neue Freundschaften entstehen lassen.
Großes Lob vom Vertreter des Kinderhilfswerks
„Ein dickes Lob für eure Ideen, euren Einsatz und euer Durchhaltevermögen“, zollte Peter Stoye vom Deutschen Kinderhilfswerk große Anerkennung. Man sei stolz darauf, Orte unterstützen zu können, an denen junge Leute kreativ sind, sie selbst sein können und zusammenhalten. „Euer Skatepark ist ein echtes Vorbild. Er steht für Gemeinschaft, Kultur und Action“, betonte der Vertreter des Kinderhilfswerks.
Zugänglich ist die Kletterwand zu den Öffnungszeiten des Skateparks, April bis Oktober, täglich von 9 bis 21 Uhr. Eintritt wird nicht erhoben. Wer möchte, kann eine Spende geben.
