Eisenacher Werkstätten der Diakoniestiftung Thüringen nehmen Solaranlage und Batteriespeicher in Betrieb

Bildquelle: © enerkii GmbH
Eisenach, 22. Juli 2026 – Soziale Einrichtungen wie die Eisenacher Werkstätten der Diakoniestiftung Thüringen wirtschaften mit Sorgfalt: Mittel, die für den Betrieb und die Menschen da sind, sollen auch dort ankommen. Gleichzeitig steigen die Energiekosten, und der Wunsch, nachhaltiger zu wirtschaften, wächst – beides Themen, die auch soziale Einrichtungen immer stärker beschäftigen. Für die Eisenacher Werkstätten war die Frage deshalb nicht ob, sondern wie sie auf erneuerbare Energie umsteigen können – ohne Mittel zu binden, die den Beschäftigten zugutekommen sollen.
Die Antwort: eine 160 kWp Photovoltaikanlage und ein 215 kWh Batteriespeicher, realisiert gemeinsam mit dem Münchner Energiedienstleister enerkii im sogenannten Energy-as-a-Service-Modell – ganz ohne Eigeninvestition der Diakoniestiftung. Die Anlage deckt übers Jahr 50 % des Strombedarfs der Werkstätten und senkt die Stromkosten um 23 % – Geld, das nun unmittelbar für den Betrieb und die rund 200 Beschäftigten zur Verfügung steht.

Ohne Eigeninvestition: Ein Modell, das zur Diakonie passt
Dass das Projekt ohne eigene Investition umgesetzt werden konnte, war für die Eisenacher Werkstätten entscheidend. Möglich macht das das Energy-as-a-Service-Modell: Statt die Anlage selbst zu kaufen und zu betreiben, übernimmt ein spezialisierter Dienstleister – in diesem Fall die Firma enerkii – Planung, Finanzierung, Installation und Betrieb vollständig. Der Kunde – hier die Diakoniestiftung – bezieht lediglich den erzeugten Strom, ohne selbst Eigentümer der Anlage zu werden. Der Vorteil für die Diakoniestiftung: Keine Investitionskosten, sondern günstigen, grünen Strom ab Tag Eins.
„Die Eisenacher Werkstätten zeigen, wie soziale Verantwortung und wirtschaftliches Handeln zusammengehen können. Wer keine Investitionsmittel binden will oder kann, muss trotzdem nicht auf erneuerbare Energie verzichten – genau das ist der Gedanke hinter unserem Modell“, sagt Julius Drescher, Technischer Vertriebsleiter bei enerkii und verantwortlich für das Projekt.

Nachhaltigkeit als diakonische Verpflichtung
Für die Diakoniestiftung Thüringen ist das Projekt in Eisenach kein Einzelprojekt, sondern Ausdruck einer übergreifenden Haltung. Die Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement, die im Sommer 2024 gegründet wurde, koordiniert die Nachhaltigkeitsstrategie entlang der drei Dimensionen Ökologie, Ökonomie und Soziales.
„Nachhaltigkeit bedeutet für uns, als diakonischer Sozialträger Verantwortung für Gesellschaft und Region zu übernehmen – nicht nur in unseren Versorgungs- und Hilfeangeboten, sondern auch in der Art, wie wir unsere Einrichtungen betreiben. Das Projekt in den Eisenacher Werkstätten ist ein konkreter Ausdruck dieser Verpflichtung“, sagt Prof. Dr. Klaus Scholtissek, Sprecher der Geschäftsführung der Diakoniestiftung Thüringen.
Jörn-Steffen Köhler, Leitung der Eisenacher Werkstätten, ergänzt: „Bei enerkii hat alles gepasst: Das Angebot war in sich stimmig, man konnte immer Nachfragen stellen und es war nichts schön gerechnet. Dank der Anlage haben wir jetzt eine planbare Stromkostenentwicklung für die nächsten Jahre – und leisten einen konkreten Beitrag zur Reduktion unserer CO₂-Emissionen.“
