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Erntepressekonferenz 2021

Seit 15 Jahren treffen sich der Landrat des Wartburgkreises, der Kreisbauernverband und Vertreter der Presse nun schon regelmäßig zur Erntepressekonferenz. So auch in diesem Jahr beim Landwirtschaftlichen Unternehmen Mihla im Sandgut.

Landrat Reinhard Krebs, der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Bernd Apfel, der Vorstand des Kreisbauernverbandes Florian Andersek, dessen Geschäftsführer Dieter Mitschke, Kerstin Kürschner, Dienststellenleiterin der Außenstelle der TLLLR Bad Salzungen und Landtagsabgeordneter Marcus Malsch trafen sich, um über die diesjährige Erntesituation zu sprechen.

Landrat Krebs ist es wichtig, dass in der Erntesaison das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die Landwirtschaft gelenkt wird. Er dankte den Landwirten für die Arbeit des vergangenen Jahres:

Was jetzt eingefahren wird, ist die Frucht des Jahres.

Dieter Mitschke informierte, dass in diesem Jahr ein guter Ertrag beim 1. und 2. Grünlandschnitt im Vergleich zum Vorjahr geerntet werden konnte und damit die Grobfutterversorgung für den Winter zu großen Teilen abgesichert sei.

Florian Andersek prophezeite ein anspruchsvolleres Erntejahr, in welchem er einen durchschnittlichen Ernteertrag erwarte.

Bereits 95 Prozent der Wintergerste ist in der Wartburgregion abgeerntet, so Andersek.

Für die Landwirte werde die weitere Ernte voraussichtlich ein Kraftakt, da Raps, Weizen und das Sommergetreide wahrscheinlich zum gleichen Zeitpunkt erntereif werden. Der Drusch des Getreides, die Bergung des Strohs sowie die Vorbereitung der Flächen für die Wiederbestellung müssten in dem Fall parallel erfolgen, was eine große Herausforderung für die Landwirtschaftsbetriebe sei, die in kurzer Zeit hohe Arbeitsspitzen bewältigen müssten.

Bernd Apfel brachte die schwierige personelle Situation und den Fachkräftemangel bei den Landwirten, gerade auch in Zeiten der Coronapandemie, zum Ausdruck:

Die Tiere müssen trotz allem gefüttert und gemolken werden.

Die Nachwuchsgewinnung stelle die Branche vor große Herausforderungen. Dieter Mitschke wünscht sich, dass die landwirtschaftlichen Unternehmen ihren Nachwuchs möglichst aus dem eigenen Betrieb generieren.

Die Landwirtschaft steht vor großen Veränderungen. Die sich ändernden Rahmenbedingungen des Arbeitsmarktes und der menschlichen Ernährungsgewohnheiten müssen abgefangen werden. Auch unsere  Kulturlandschaft kann nur mit der Landwirtschaft erhalten werden, so Landrat Krebs.

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