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Erste Präventionskonferenz der Wartburgregion: „Menschen stärken für eine starke Region“

Unter dem Thema „Gedeihen trotz widriger Umstände – Stärkung der psychosozialen Ressourcen – Was kann die Kommune beitragen?“ fand am Montag, 19. November, die erste Präventionskonferenz des Netzwerks Prävention Wartburgregion statt.

Internationale Studien haben gezeigt, dass nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern auch das seelische Wohlbefinden einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Aufwachsen und einem guten Leben leistet.

Mit diesen Worten leitete Reinhard Krebs in seiner Eröffnungsrede in die Präventionskonferenz ein. Psychische Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Aber die heutige Lebenswelt unterliegt einem ständigen Wandel und die Geschwindigkeit dieses Wandels nimmt stetig zu. Menschen begegnen dieser Herausforderung mit unterschiedlichen Bewältigungsstrategien und Ressourcen. In Städten und Gemeinden werden die Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen und ein gutes Leben gelegt. Neben individuellen Faktoren entscheiden die Rahmenbedingungen in den Lebenswelten der Menschen über Gesundheit oder Krankheit und über Armut oder gesellschaftliche Teilhabe. Dass es Menschen gibt, die hohe Stressbelastungen ohne gesundheitliche Folgen und Ausfalltage meistern, kann auch durch ihre psychische Widerstandskraft (Resilienz) erklärt werden.

Im Kontext kommunaler Verwaltung können diese Rahmenbedingungen durch spezielle Fördermöglichkeiten gestärkt werden. Die Kommune kann dementsprechend indirekt Resilienz fördern, indem sie Angebote vorhält, die psychische Widerstandfähigkeit stärkt, führte Ingo Wachtmeister, Dezernent für Bildung, Jugend, Soziales und Kultur, in seiner anschließenden Rede weiter aus.

Dazu gehören zum Beispiel Jugendarbeit und schulbezogene Jugendsozialarbeit. Sie helfen in besonderem Maße risikobelasteten Kindern, mit Krisensituationen besser umzugehen.

Das Netzwerk Prävention – zum Aufbau einer gesunden Kommune – versteht sich als fachübergreifender Zusammenschluss aller im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention tätigen Akteure aus dem Wartburgkreis und der Stadt Eisenach. Gesundheit und Armut werden im Netzwerk als miteinander verschränkte sowie übergreifende Themen verstanden, die in alle Lebensbereiche und Altersphasen hinein reichen. Aus diesem Grund hat das Netzwerk in diesem Jahr, zusammen mit dem ESF geförderten Projekt zur Erstellung einer Armutspräventionsstrategie für Eisenach, eine gemeinsame Fachkonferenz geplant.

Im Feng Shui Tagungszentrum im Eisenacher Ortsteil Stedtfeld bekamen die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Fachvorträge einen Überblick zum Thema Resilienz. Von „konzeptionellen Zusammenhängen der Gesundheitsförderung am Beispiel der Frühen Hilfen“ bis hin zu „Vital bis ins hohe Alter“ erfuhren Netzwerkpartner und Interessierte anhand guter Beispiele aus der Praxis weiterhin, mit welchen Maßnahmen die Kommune bereits jetzt psychosoziale Ressourcen in den verschiedensten Lebensbereichen stärkt.  So hat sich beispielsweise das Projekt „Verrückt? Na und? – Seelische Gesundheit in Schule und Ausbildung“ vorgestellt, welches seit Anfang 2018 auch in Eisenacher Schulen durchgeführt wird. Während eines Projekttages arbeiten die Moderatoren und Experten von „Verrückt? Na und?“ mit jeweils einer Schulklasse daran, Vorurteile und Ängste gegenüber Menschen mit seelischen Erkrankungen abzubauen sowie mögliche Unterstützungsangebote und Anlaufstellen für Betroffene bekannt zu machen. Mit der Veranstaltung konnte das Netzwerk zeigen, welche Potentiale und Zusammenhänge sich aus der Präventionsarbeit ergeben und welche Themen- und Arbeitsbereiche davon berührt werden. Für ein gesundes Aufwachsen und ein gutes Leben arbeitet das Netzwerk Prävention daher auch weiterhin an dem Ziel: „Menschen stärken für eine starke Region!“

Andrea T. | | Quelle:

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