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Fahnen gehisst: Internationaler Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“

Bildquelle: © Stadt Eisenach/Ulrike Müller
Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Quentel (von links), Oberbürgermeisterin Katja Wolf sowie Eveline Frank und Marion Cziha vom Frauenhaus hissen Fahnen vor dem Rathaus.

Am Donnerstagmorgen, 25. November, hisste Oberbürgermeisterin Katja Wolf gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Ulrike Quentel und Eveline Frank und Marion Cziha vom Eisenacher Frauenhaus Fahnen des Vereins „TERRE DES FEMMES“ als Zeichen der Solidarität mit allen Frauen, die Gewalt erfahren. Die Große Kreisstadt Eisenach beteiligt sich damit am internationalen Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen!“. Bis Montag bleiben die Fahnen vor dem Rathaus hängen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dieses Jahr dem Eisenacher Frauenhaus. Im September feierte das Frauenhaus 30-jähriges Bestehen. Wegen der Pandemie verzichteten Trägerverein und Mitarbeiterinnen auf eine öffentliche Veranstaltung. Im Frauenhaus bekommen Frauen und Kinder Schutz, wenn sie Hilfe brauchen. Das Frauenhaus bietet zudem eine Frauenberatungsstelle im Haus der Vereine (Rot-Kreuz-Weg 1) an, Tel.: 03691/ 880 538.

Mit der Kreisfusion geht zum 1. Januar 2022 die kommunale Finanzierung des Frauenhauses auf den Landkreis über. Doch das Thema bleibt aktuell. Aus diesem Grund unterstützt die Eisenacher Stadtverwaltung die Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) „Stärker als Gewalt“ auf Facebook (www.facebook.com/stadtverwaltungeisenach/). Dort sowie unter www.stärker-als-gewalt.de finden Betroffene und Menschen in deren Umfeld Informationen und Hilfsangebote, wie sich Gewalt beenden lässt und wo sie Hilfe finden.

Hintergrund Der Internationale Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ geht als Gedenktag zurück auf den Tod der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den Diktator Trujillo beteiligt. Lateinamerikanische und karibische Feministinnen gedachten 1981 dieser Frauen und riefen den 25. November zum internationalen Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Am 17. Dezember 1999 verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, nach der der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen bestimmt wurde.

Der Verein „TERRE DES FEMMES“ organisierte 2001 erstmals bundesweit eine Fahnenaktion gemeinsam mit kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten, Frauenhäusern und anderen Organisationen und Verbänden. Die Stadt Eisenach beteiligt sich von Anfang an dieser Aktion. Die Fahnen verdeutlichen, dass Frauen frei und ohne Gewalt leben wollen.

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