Finanzministerin Wolf würdigt Kinderhospizarbeit der Ökumenischen Hospizgruppe Eisenach
Anlässlich des Tages der Kinderhospizarbeit am 10. Februar besuchte Finanzministerin Katja Wolf (BSW) ein offenes Angebot des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes in der Stadtbibliothek Eisenach. Die Veranstaltung im Rahmen eines bereits zum 20sten Mal stattfindenden, bundesweiten Aktionstags brachte auf spielerische Weise Kindern das Thema Tod und Sterben näher. Die beiden Koordinatorinnen des Hospizdienstes, Inka Sinn und Diana Falkenhahn, lasen die Geschichte „Leb wohl, lieber Dachs“ vor und kamen anschließend mit den jungen Gästen darüber ins Gespräch.
Der bundesweite Aktionstag will junge Menschen mit lebensverkürzender Erkrankung und ihre Familien in das Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken. Die Hospizarbeit wird zum überwiegenden Teil ehrenamtlich und mit Hilfe von Spenden geleistet. Gleichzeitig ist das Thema zu wenig im öffentlichen Bewusstsein und die wertvolle, ambulante Arbeit vor Ort relativ wenig bekannt.
Katja Wolf besuchte am Nachmittag die Veranstaltung und betonte, wie wichtig die Begleitung der Familien, Kinder und Jugendlichen ist. Sie erfuhr, dass aktuell im nördlichen Wartburgkreis 12 Kinder und Jugendliche in ihren Familien sowie in stationären Einrichtungen von Ehrenamtlichen des ambulanten Hospizdienstes, der zur Ökumenischen Hospizgruppe Eisenach gehört, begleitet werden. Die Helfer und Helferinnen unterstützen einerseits bei der Antragstellung für Hilfeleistungen. Vor allem sind es aber Gespräche, gemeinsame Unternehmungen oder einfach da sein, um Eltern und Geschwistern hin und wieder eine Auszeit zu ermöglichen. Ambulante Hospizarbeit heißt, die Familien zuhause in ihrem Alltag, mitunter über lange Zeiträume zu begleiten. „Sie entlasten die Familien in den schwersten Zeiten. Als Kind oder Jugendlicher unheilbar zu erkranken, ist ein schweres Schicksal. Eine genauso einfühlsame wie professionelle Unterstützung gibt in solchen Situationen Halt und ein wenig Entlastung.“ so die Ministerin im Gespräch mit Diana Falkenhahn und Inka Sinn.
„Auch die Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die nahe Angehörige verloren haben, ist uns ein wichtiges Anliegen“ informierte die leitende Koordinatorin, Inka Sinn, die Ministerin weiter. Einmal im Monat findet für Betroffene eine Kindertrauergruppe statt. „Die Kinder können im geschützten Raum über ihre Gefühle sprechen, finden Trost und lernen, mit der Trauer umzugehen.“ Im letzten Jahr wurden zudem drei Kinder begleitet, in deren Familien nahe Angehörige im Sterben lagen. „Mich bewegt die Arbeit, die Sie leisten sehr und ich habe große Hochachtung vor dem, was Sie und die Ehrenamtlichen leisten.“ versicherte die Ministerin. Die Frage nach Möglichkeiten der Unterstützung beantwortete Diana Falkenhahn damit, dass nicht zuletzt „Nachwuchs“ im Ehrenamt fehle. Interessierte können sich gerne unter info@hospiz-eisenach.com melden oder persönlich Kontakt mit den Koordinatorinnen aufnehmen: Hospiz Eisenach, Goethestraße 25a in Eisenach. Tel. 03691 888732
Spenden willkommen auf dem Konto bei der Wartburg-Sparkasse unter IBAN DE39 8405 5050 0012 0420 64 (Kontoinhaber Christliches Krankenhaus Eisenach gGmbH; Verwendungszweck Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst)