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Freiwillige für Amphibienrettung gesucht

Das Umweltamt der Stadt Eisenach sucht Freiwillige, die bei der Rettung von Amphibien helfen.

Jedes Jahr im Frühjahr wandern Amphibien zu ihren Laichquartieren, um sich fortzupflanzen. Oft liegen zwischen den verschiedenen Lebensräumen vielbefahrene Straßen, die von den Tieren überquert werden müssen. Sehr viele lassen dabei ihr Leben. Da auch andere Aspekte, wie Lebensraumzerstörung, Klimaveränderung und Beutetiere den Amphibien stark zusetzen, sind die Populationen bei den meisten Arten stark rückläufig. Amphibienzäune sollen die Gefahr minimieren und den Tieren zumindest entlang von Straßen das selbständige Überqueren unmöglich machen. Stattdessen bewegen sie sich entlang des Zaunes in dafür vorgesehene Transportbehältnisse. Diese müssen während der Laichzeit zweimal täglich, also auch sonn- und feiertags über die Straße getragen und geleert werden.

Für diese wichtige Aufgabe zum Artenschutz werden freiwillige Helfer gesucht. Sie sollten zuverlässig und verbindlich diese wichtige Aufgabe für etwa sechse bis acht Wochen (je nach Witterung Ende Februar/Anfang März bis Mitte/Ende April) übernehmen. Je mehr Menschen dabei helfen, desto mehr Tieren kann geholfen werden. Zugleich sinkt bei vielen Mitwirkenden die Belastung für jeden Einzelnen.

Im Gebiet der Stadt Eisenach ist einer der dringlichsten Bereiche die B84 in Höhe der Sonnabendwinkelteiche. Hier wurden im letzten Jahr die meisten überfahrenen Amphibien festgestellt. Da der Bereich schon recht weit außerhalb der Stadt liegt, wäre es günstig, wenn die Helfer ein Auto haben oder anderweitig mobil sind. Es handelt sich um einen sehr viel befahrenen Bereich, daher ist Eigenverantwortung sehr wichtig und es können auch keine Kinder mit dieser Aufgabe betraut werden.

Das Umweltamt wünscht sich vor allem Freiwillige mit einer gewissen Artenkenntnis. Dies ist nötig, weil neben der Rettung der Tiere auch Protokoll über die Art und Menge der transportierten Tiere geführt werden muss. Allerdings handelt es sich nicht um allzu viele verschiedene Arten, mit denen hier gerechnet werden muss. Alternativ können die Helfer auch Fotos machen, das Umweltamt ist dann bei der Protokollführung behilflich.

Interessierte werden gebeten, sich per E-Mail beim Umweltamt zu melden unter umwelt@eisenach.de.

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