Fünf Millionen Euro Zuschüsse für Thüringer Krankenhäuser: Neun Kliniken erhalten Sicherstellungszuschläge von den Krankenkassen

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- • Um den Betrieb von für die Bevölkerung unverzichtbaren Fachabteilungen in verschiedenen Krankenhäusern Thüringens sicherzustellen, erhalten neun Kliniken insgesamt fünf Millionen Euro Zuschläge von den Krankenkassen.
- • Die Zuschläge dienen dem Erhalt der Fachabteilungen Geburtshilfe, Innere Medizin, Chirurgie sowie Kinder- und Jugendmedizin.
- • Die Krankenhäuser in Meiningen, Hildburghausen, Bad Salzungen, Eisenach, Nordhausen, Mühlhausen, Sondershausen, Saalfeld und Suhl erhalten Zuschläge.
- • Robert Büssow, Landeschef der BARMER Thüringen: „Gerade in Zeiten des Krankenhausumbaus ist es wichtig, dass die Versorgung dort gesichert wird, wo sie für die Menschen unverzichtbar ist. Dass jedoch jedes fünfte Thüringer Krankenhaus und 16 Fachabteilungen einen Zuschlag benötigen, unterstreicht den Reformbedarf.“
Wie bereits im Jahr zuvor erhalten neun Thüringer Kliniken einen finanziellen Zuschlag von den Krankenkassen. Mit insgesamt fünf Millionen Euro, finanziert aus Beitragsgeldern, werden kommendes Jahr sieben Fachabteilungen für Kinder- und Jugendmedizin, fünf Geburtshilfekliniken und je zwei Mal Standorte für Innere Medizin sowie Chirurgie im ländlichen Raum unterstützt. „Gerade in Zeiten des Krankenhausumbaus ist es wichtig, dass die Versorgung dort gesichert wird, wo sie für die Menschen unverzichtbar ist. Die Krankenkassen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Ich erwarte jedoch eine stärkere Zusammenarbeit der Kliniken im Verbund; insbesondere bei der Kinder- und Jugendmedizin. Die Kooperation von Jena und Weimar in diesem Fachbereich zeigt, dass es geht “, sagt Robert Büssow, Landeschef der BARMER Thüringen. Es stimme nachdenklich, dass in Thüringen neun Krankenhäuser mit insgesamt 16 Fachabteilungen auf zusätzliche finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Das sei vor allem Ausdruck struktureller Herausforderungen. Demografischer Wandel, Geburtenrückgang, Fachkräftemangel und ungenutzte Potenziale bei Kooperationen seien einige der ausschlaggebenden Faktoren. BARMER-Landeschef Büssow setzt deswegen auf ein konsequentes Umsetzen der Krankenhausreform. Beitragsgelder von Versicherten und Arbeitgebern seien zuvorderst dafür da, medizinische Leistungen zu bezahlen.
Welche Thüringer Kliniken erhalten Sicherstellungszuschläge?
- Helios Klinikum Meiningen: 1 Mio. Euro für die Fachabteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin
- Hufeland Klinikum Mühlhausen: 500.000 Euro für die Fachabteilungen Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin
- Henneberg Kliniken Hildburghausen: 500.000 Euro für die Fachabteilungen Innere Medizin und Chirurgie
- Südharz Krankenhaus Nordhausen: 500.000 Euro für die Fachabteilungen Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin
- St. Georg Klinikum Eisenach: 500.000 Euro für die Fachabteilung Kinder- und Jugendmedizin
- Klinikum Bad Salzungen: 500.000 Euro für die Fachabteilung Kinder- und Jugendmedizin
- Thüringen Kliniken Saalfeld: 500.000 Euro für die Fachabteilungen Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin
- KMG Klinikum Sondershausen: 500.000 Euro für die Fachabteilung Geburtshilfe
- SRH Zentralklinikum Suhl: 500.000 Euro für die Fachabteilung Kinder- und Jugendmedizin
Welche Voraussetzungen müssen Kliniken erfüllen, um Sicherstellungszuschläge zu erhalten?
Welche Krankenhäuser in Deutschland für die Förderung in Frage kommen, geben die Kriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Vereinbarung von Sicherstellungszuschlägen gemäß § 136c Absatz 3 Satz 2 SGB V vor. Ein Defizit in der Krankenhausbilanz ist keine Voraussetzung für die Aufnahme in die Liste. Ausschlaggebend sind Pkw-Fahrzeiten für die Bevölkerung und die Bevölkerungsdichte.