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Gemeinsamer Besuch der Rettungswachen in „Ost und West“

Landräte dankbar für länderübergreifende Zusammenarbeit im Rettungsdienst: „Eine gelebte Partnerschaft zum Wohle aller“

Was vor 25 Jahren mit der notfallmedizinischen Versorgung in Großensee begann, ist heute gelebte Praxis: Am 8. November 1995 schlossen der Landkreis Hersfeld-Rotenburg und der benachbarte Wartburgkreis eine Vereinbarung, dass der Kreis Hersfeld-Rotenburg die rettungsdienstliche Erstversorgung einschließlich der notfallmedizinischen Versorgung der thüringischen Ortschaft Großensee durch die Rettungswache Hönebach mit übernimmt.

Auch 25 Jahre später leben wir diese Vereinbarung weiter, betonen die beiden Landräte Dr. Michael Koch (Hersfeld-Rotenburg) und Reinhard Krebs (Wartburgkreis) bei einem gemeinsamen Besuch der Rettungswachen im hessischen Hönebach und thüringischen Herda.

Landrat Koch sagt:

Die Zusammenarbeit beider Kreise hat sich stets weiterentwickelt, sodass wir heute einen vielfältig gelebten Austausch im Rettungsdienst und Feuerwehrwesen vorfinden.

Amtskollege Reinhard Krebs ist dankbar für diese ganz besondere Partnerschaft:

Früher war es undenkbar, schnell mal rüber in den Nachbarkreis zu fahren – egal ob man Freunde oder Verwandte besuchen wollte oder es um Notfälle ging. Daher weiß ich die Zusammenarbeit beider Landkreise umso mehr zu schätzen.

Im Rettungsdienst könne man sich wunderbar ergänzen.

Es ist eine gelebte Partnerschaft zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger, sind sich die Landräte einig.

Das bestätigt auch Thorsten Bloß, Leiter des Fachdienstes Gefahrenabwehr in Hersfeld-Rotenburg:

Die Einsatzzahlen spiegeln die gute Zusammenarbeit der beiden Leitstellen wider. In 2020 hat unser Rettungsdienst den Wartburgkreis in 253 Einsätzen unterstützt, das entspricht auch den durchschnittlichen Einsatzzahlen der vergangenen Jahre.

132 Einsätze entfallen dabei auf die Rettungswache in Hönebach und 105 auf die Wache in Heimboldshausen. Umgekehrt unterstützen die Thüringer den Landkreis Hersfeld-Rotenburg jährlich mit durchschnittlich 70 bis 90 Einsätzen. In Heimboldshausen startete vergangenes Jahr eine weitere Testphase.

Wenn im Gebiet rund um Vacha ein zweiter Rettungswagen gebraucht wird, alarmiert die Leitstelle des Wartburgkreises einen Rettungswagen in Heimboldshausen. Das klappt wunderbar, bilanziert Bloß.

Und wie das bei gegenseitigen Partnerschaften so laufe, wenn der eine dem anderen hilft, dann revanchiert sich der andere natürlich.

Wir kriegen von der Drehleiter in Vacha Hilfe, erzählt Bloß.

Die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren in Heringen und Vacha habe sich bereits besonders bewährt: Zwei Mal war Vachas Drehleiter bisher im Kreis Hersfeld-Rotenburg zur Menschenrettung im Einsatz. Koch und Krebs wissen, wie wertvoll diese gegenseitige Partnerschaft ist:

Wir sind dankbar, dass wir uns in so vielen Bereichen helfen dürfen und können. Gerade im Rettungsdienst und Feuerwehrwesen ist die landkreisübergreifende Zusammenarbeit unverzichtbar.

Allein deshalb sei die 25 Jahre alte Vereinbarung auch heute noch von Bedeutung – denn das fast schon antike Schriftstück gelte immerhin „auf unbestimmte Zeit“.

Rettungswache Hönebach: Bei einem gemeinsamen Besuch der Rettungswache in Hönebach sprachen die beiden Landräte (von links) Reinhard Krebs (Wartburgkreis) und Dr. Michael Koch (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) mit Alexander Stephan, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Rotenburg, und Thorsten Bloß, Fachdienstleiter Gefahrenabwehr der Kreisverwaltung, über die landkreisübergreifende Zusammenarbeit im Rettungsdienst.

Rettungswache Herda: In der Rettungswache im thüringischen Herda sprachen die beiden Landräte Reinhard Krebs (zweiter von links) und Dr. Michael Koch mit Christian Grebe, Kreisbrandinspektor vom Wartburgkreis und Mathias Baumbach, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbands Eisenach über die Zusammenarbeit im Rettungsdienst und Feuerwehrwesen.

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