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Gemeinsames Rechenzentrum für 123 Schulstandorte im Wartburgkreis und Schmalkalden Meiningen

Bildquelle: © Pressestelle Landratsamt Schmalkalden-Meiningen
Auf dem Bild: Schmalkalden-Meiningens Landrätin Peggy Greiser, Vize-Landrat des Wartburgkreises Udo Schilling, Werkleiter des Kommunalen IT-Services (KITS) Bastian Holland-Moritz und Eisenachs Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister.

Der Wartburgkreis mit der Stadt Eisenach und der Landkreis Schmalkalden-Meinungen bringen ein gemeinsames Rechenzentrum für ihre Schulen auf den Weg. Zur Vertragsunterzeichnung kamen Landrätin Peggy Greiser (Schmalkalden-Meiningen), Vizelandrat Udo Schilling (Wartburgkreis) und der Eisenacher Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister am 24. November zusammen. 4,5 Millionen Euro Fördergelder sollen investiert werden.

Die Schulen der Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis inklusive der Stadt Eisenach arbeiten gegenwärtig alle auf eigenen Servern, die zurzeit

direkt vor Ort in den Schulen stehen. Dabei existiert ein breites Spektrum an Lösungen vor Ort. Ziel ist es nun, in den Schulen aller beteiligten Schulträger entsprechende Anschlussbedingungen zu schaffen, um hochmoderne Servereinheiten zentral in einem Rechenzentrum mit höchsten Sicherheitsstandards zu betreiben.

Durch die Zusammenarbeit werden sukzessive 123 Schulstandorte in das Rechenzentrum integriert und durch den Kommunalen IT-Service des Landkreises Schmalkalden-Meiningen (KitS) IT-seitig betrieben. Das Rechenzentrum wird an einem externen Standort entstehen. Ausschreibung zur Vergabe erfolgte direkt nach der nach gemeinsamen Unterzeichnung. Mitte Dezember wird die Vergabe im KitS Werkausschuss stattfinden. Die ersten Schulen gehen voraussichtlich im März/April 2022 ans Netz auf dem neuen System, die zentrale Infrastruktur steht dann allen Schulen sukzessive zur Verfügung.

Ich bin stolz und dankbar, dass wir mit dem Wartburgkreis und der Großen Kreisstadt Eisenach bei der Schaffung dieser wichtigen zentralen Serverstruktur an einem Strang ziehen und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht. Denn dieses gemeinsame Vorgehen ist wichtig und richtig, denn hier können unsere Nachbarn von den wertvollen Erfahrungen, dem Know-How und der wichtigen Vorarbeit profitieren, dass sich das KitS über all die Jahre erarbeitet hat. Letztlich macht das Zusammenarbeiten auf allen Ebenen auch die Digitalisierung im Großen und Ganzen aus, so Landrätin Peggy Greiser zur Vertragsunterzeichnung. Die heutige Vereinbarung ist für alle Beteiligten ein riesiger Schritt. Ich bin beeindruckt, wie zielstrebig hier alle Verantwortlich zusammenarbeiten, anstatt sich in Bedenken zu verlieren. Wir könnten uns sicherlich auch eine Zusammenarbeit in dieser Konstellation in weiteren Bereichen vorstellen. Im Wartburgkreis sind in etwa 60 Prozent der Schulen über die Umsetzung des Digitalpakt I für die Digitalisierung gerüstet, die restlichen sollen schnellstmöglich folgen – auch im Zuge des Breitbandausbaus. Das Gelingen hängt letztlich auch stark von der Motivation und der Einstellung der Schulleitung und Lehrkräfte vor Ort ab, betonte Vizelandrat Udo Schilling aus dem Wartburgkreis. Das gemeinsame Rechenzentrum ist ein wesentlicher Schritt für die Digitalisierung der Bildung in der gesamten Region Westthüringens. Ich danke dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen für diese Initiative. Schülerinnen und Schüler werden in Zukunft maßgeblich davon profitieren, würdigte auch der Eisenacher Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister die Vereinbarung.

Angesichts der immer weiter wachsenden Digitalisierung der Gesellschaft und den immer schneller wachsenden sicherheitstechnischen Anforderungen, ergeben sich zum einen wirtschaftliche Notwendigkeiten und zum anderen zahlreiche Vorteile in der Schaffung eines zentralen Rechenzentrums. Grundsätzlich bietet ein zentraler Serverstandort die Möglichkeit, diesen zentralen Standort wesentlich besser und kosteneffizienter gegen Gefahren (sowohl physisch als auch virtuell) abzusichern, als zahlreiche dezentrale Serverstandorte.

Weitere Vorteile ergeben sich aus dem:
• vereinfachten Datenschutz
• zentralen Internetzugang und dessen Absicherung (zentraler Jugendschutz)
• zentralen Monitoring der Technik der Schulen
• zentralen Servertechnik, die eine hohe Ausfallsicherheit gewährleistet
• Standardisierung und ggf. vereinfachte Homogenisierung von Lern-Apps
• hohe Kostenersparnis durch zentrales Management und bessere Serverauslastung
• sehr hohe Verfügbarkeit der Systeme
• schnellere Realisierung der Virtualisierung und Digitalisierung der verbleibenden Schulen

Durch die Plattformunabhängigkeit des Verfahrens ist man nicht auf spezielle Endgeräte, oder Betriebssysteme festgelegt. Auch mobiles Arbeiten wird für Lehrer ermöglicht. Im Unterricht oder Homeschooling profitieren Schüler zusätzlich durch den Einsatz der zentralisierten und virtualisierten Serversysteme. Sie haben damit dauerhaft die Möglichkeit, nicht nur in der Schule, sondern auch mittels ihrer eigenen Endgeräte plattformübergreifend die bereitgestellten Betriebssysteme und Schulanwendungen zu nutzen. Durch die Zentralisierung der Systeme werden die Wartbarkeit der gesamten Infrastruktur signifikant erhöht und die Gesamtkosten nachhaltig gesenkt.

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