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Gottfried Kiesow gestorben – Nachruf

Mit Gottfried Kiesow ist einer der großen deutschen Denkmalpfleger gestorben. Er hat sein Leben in den Dienst der Denkmalpflege gestellt. Nicht nur als Landeskonservator in Hessen (1966 – 1996), sondern auch als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender (1994 – 2010) der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hat er sich unermütlich für den Schutz und die Pflege unseres baukulturellen Erbes eingesetzt. Besonders wichtig war ihm stets auch die Vermittlung vom Wert der Baudenkmäler an alle Bevölkerungsschichten sowie die Weitergabe von denkmalpflegerischem Wissen und historischen Handwerkstechniken.
Engagiert und weitblickend rief er unter der Obhut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz so die Jugendbauhütten sowie die Denkmal-Akademien in Romrod, Görlitz, und Frankfurt-Höchst ins Leben. Gottfried Kiesow hat so sehr in die Öffentlichkeit gewirkt, dass viele Menschen in Deutschland Denkmalpflege mit seinem Namen verbinden.

Mit seiner Unterstützung konnten in den letzten 20 Jahren auch viele z. T. aufgegebene Denkmale in Thüringen gerettet oder gesichert werden.

Gottfried Kiesow war auch dem Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz eine feste Stütze. Von 1975 bis 1993 leitete er in seiner Funktion als Präsident das Landesamt für Denkmalpflege Hessen die Arbeitsgruppe Fachliche Fragen der Denkmalpflege. Für sein Lebenswerk im Dienst der Denkmalpflege erhielt er 2004 den Karl-Friedrich-Schinkel-Ring des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat mit Bestürzung und Anteilnahme auf den Tod des Denkmalpflegers Prof. Gottfried Kiesow reagiert: «Mit dem Tod von Prof. Gottfried Kiesow verliert die Bundesrepublik Deutschland in der Denkmalpflege und im Denkmalschutz eine große Persönlichkeit.»

Die Ortskuratorien der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Thüringen in Altenburg, Eisenach, Erfurt, Gotha und Mühlhausen schließen sich dem Nachruf in stetem Gedenken an.

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