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Hilfe für krebskranke Kinder: Regenbogentour in Eisenach

Bildquelle: © Ulrike Unger/Stadtverwaltung Eisenach
Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Organisator Michael Blanke freuen sich auf viele Radler*innen, die für krebskranke Kinder in Thüringen in die Pedale treten.

Es ist ein starkes ehrenamtliches Engagement: Seit dem Jahr 1994 organisiert die Elterninitiative leukämie- und tumorerkrankter Kinder Suhl/Erfurt e. V. jährliche eine Radtour, die so genannte Regenbogentour. Mit dem Erlös aus dem Startgeld und der Unterstützung zahlreicher Partner wird die Versorgung krebskranker Kinder finanziert und so den betroffenen Familien an den Stellen geholfen, für die oft kein Geld da ist. Das Startgeld kommt zu 100 Prozent den kranken Kindern zugute.

Für viele unmittelbar betroffene Familien war und ist die Tatsache der Hilfsbereitschaft zahlreicher mitfahrender Familien und deren gesunder Kinder eine besondere seelische Unterstützung, so Michael Blanke, der seit 18 Jahren die Regenbogentour organisiert.

27. Regenbogentour
Normalerweise gibt es nur eine Regenbogentour pro Jahr. Doch weil die Aktion im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie verschoben worden war, ist es diesmal anders: Nach der 26. Regenbogentour am 3. Juli 2021, die in Sömmerda endete, wird am 11. September 2021 die nunmehr 27. Regenbogentour veranstaltet. Die Route führt von Erfurt über Gotha bis nach Eisenach. Damit beteiligt sich die Wartburgstadt Eisenach erneut als Zielort an der Regenbogentour.

Das geht einem ans Herz, das Engagement und die Professionalität des Vereins finde ich sehr beeindruckend, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Rahmenprogramm greift Thema auf
Der Startschuss fällt am 11. September um 10 Uhr am Hauptbahnhof in Erfurt. Am Bahnhof in Gotha geht es um 12.20 Uhr weiter. Bei der Ankunft in Eisenach erwartet die Teilnehmer*innen nicht nur eine kulinarische Erfrischung. Ein Rahmenprogramm von 14 bis 16.30 Uhr auf dem Markt wird das Thema Krebs bei Kindern behutsam aufgreifen. Gesundheitsministerin Heike Werner begrüßt um 14.25 Uhr die Teilnehmenden. Um 14.45 Uhr übergibt Oberbürgermeisterin Katja Wolf den Staffelstab an die Stadt Arnstadt.
Die Samba-Band „Sin nombre“ und der Kinderchor „Sing Mit“ der Eisenacher Musikschule umrahmen das Programm musikalisch. Um die kulinarische Versorgung kümmert sich der ThSV Eisenach, das Büro Rosa Luxx hält Zuckerwatte bereit. Um 15.40 Uhr zeigt die Akrobatikgruppe Firelights ihr Können. Eine am Georgsbrunnen aufgebaute Mini-Dampfbahn lädt Kinder zum Mitfahren ein.

Für die 27. Regenbogentour erwartet Organisator Blanke rund 400 bis 500 Radler*innen, die die 46 Kilometer lange Strecke zwischen Erfurt und Eisenach erradeln. Zudem fährt um 8.23 Uhr der Dampfsonderzug, der sogenannte Regenbogenexpress, als Zubringer in Eisenach ab und erreicht Erfurt um 9.40 Uhr. Parallel zur Radtour fährt der Zug um 10.26 Uhr in Erfurt ab und kommt um 13.16 Uhr in Eisenach an. Rückfahrt von Eisenach nach Erfurt ist um 16.57 Uhr. Tickets für den Sonderzug gibt es direkt im Zug.

Erlös für Erholungseinrichtung
Von dem Erlös der Tour nach Eisenach soll ein Ferienbungalow in Suhl Goldlauter-Heidersbach instandgesetzt werden. Hier sollen sich zukünftig Familien erkrankter Kinder vom Stress der Behandlungen erholen können.

Zur Initiative:
Seit 1994 startet einmal jährlich die Regenbogentour zugunsten krebskranker Kinder. Am Anfang wurde die Strecke zwischen Erfurt und Stadtilm gefahren, seit 2007 werden weitere Städte einbezogen, so Apolda, Weimar, Bad Langensalza, Waltershausen, Mühlhausen und Arnstadt. Unterstützt wird die Tour von zahlreichen Kooperationspartnern wie der Radscheune Bike & Outdoor Erfurt, der Mediengruppe Thüringen, dem Thüringer Olympiastützpunkt, der Stadt Stadtilm sowie der 2. Kompanie des Führungsunterstützungsbataillons der Bundeswehr.
Mit Beginn des Einsatzes des Regenbogenexpresses kamen als Kooperationspartner die DB Regio Südost Erfurt, der Nahverkehrsservice Thüringen, die Dampfbahnfreunde „Mittlerer Rennsteig“ sowie die IGE Werrabahn Eisenach e.V. hinzu. Der Regenbogenexpress ist eine 1939 gebaute und zuletzt als Heizlokomotive genutzte Güterzugdampflokomotive. Sie gilt als besondere Attraktion im Rahmen der Regenbogentouren. Mehr Infos über die Initiative finden Sie hier.

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