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Informationsbesuch in Eisenacher Schulen und einer Kindertagesstätte

Oberbürgermeisterin Katja Wolf hat sich gestern (13. Mai) in Eisenacher Schulen und einer städtischen Kindertagesstätte über den aktuellen Stand informiert. In Gesprächen mit Schulleitern und Lehrern sowie Kindergärtnerinnen ging es um die Umsetzung der Hygieneregeln, den Stand der Baumaßnahmen im Zusammenhang mit Corona sowie die organisatorischen Anforderungen.

Ich freue mich und möchte dem Lehrpersonal und den Erzieherinnen der Kitas ganz besonders für ihr Engagement in diesen durchaus schwierigen Zeiten danken. Sie tragen eine große Verantwortung und sorgen mit ihrem Einsatz dafür, dass Familien entlastet werden und Kinder wieder lernen können, sagte Katja Wolf nach dem Besuch.

Station eins war am Mittwochmorgen das Elisabeth-Gymnasium. Gleich am Eingangsbereich und in den Gebäuden weisen Markierungen auf dem Boden auf die Laufrichtung hin und im Sekretariat wurde gerade eine Plexiglasschreibe angebracht. Schulleiter Timo Nazareth Langlotz führte die Oberbürgermeisterin durch die Schule und erklärten die eingeführten Maßnahmen. So können zum Beispiel zehn Schüler gleichzeitig zur Essensausgabe unter Einhaltung der Abstandsregeln gehen.

In einen normalen Raum haben danach neun Schüler Platz. Wir wechseln immer durch, heute sitzen die Schüler der elften Klasse zum Beispiel in der Turnhalle zum Matheunterricht, erklärte Schulleiter Timo Nazareth.

Im Schulgebäude gilt Einbahnstraßenregelung, es gibt ein Aufstiegs- und ein Abstiegstreppenhaus.

Es ist wirklich eine große Herausforderung für alle, aber Lehrer, wie auch Schüler geben ihr Bestes, um die neuen Vorschriften zu beachten, so Nazareth.

Auch die Geschwister-Scholl-Schule, Station zwei des Informationsbesuches, setzt auf einen Mix aus Präsenz- und Distanzunterricht. Schulleiterin Ilona Langert berichtete:

Von 260 Schülern sind derzeit 90 in der Schule. Alle Klassenlehrer haben mit den Eltern der Schüler gesprochen und danach die Pläne erstellt. Wir haben die Klassen geteilt und teilweise sogar gedrittelt.

Aufgrund der Havarie im Herbst letzten Jahres, werden aktuell die Toiletten saniert und neuer Parkettboden im Treppenhaus gelegt.

Aufgrund der Bauarbeiten können wir derzeit nur einen Treppengang nutzen. Wir gehen davon aus, dass die Toiletten ab 25. Mai wieder benutzt werden können, dann verschwinden auch die Toilettencontainer auf dem Schulhof wieder, erklärte die Schulleiterin.

Auch der Förderbereich für die Sozialarbeiter und Berufseinstiegsbegleiter wurde in diesem Zusammenhang gemalert und neu gemacht. Die Schulcontainer sollen ab dem neuen Schuljahr nutzbar sein.

Das Land Thüringen hat in seinem Stufenplan vorgesehen, dass seit dem 11. Mai und bis 29. Mai der sogenannte modifizierte Regelbetrieb laufen soll. Ab dem 2. Juni soll jede Schülerin/ jeder Schüler wieder am Präsenzunterricht in modifizierter Form teilnehmen.

Wir unterstützen Sie, wo wir können. Bitte melden Sie sich gerne bei unserer Schulverwaltung, wenn irgendwo der Schuh drückt, sagte Oberbürgermeisterin Katja Wolf in den Gesprächen.

Viel abverlangt haben den Familien auch die Kitaschließungen. Die Notbetreuung ist inzwischen erweitert worden. So zeitnah wie möglich soll hier ein eingeschränkter Regelbetrieb für die Kinder erfolgen. Doch was genau heißt eingeschränkter Regelbetrieb und was muss eine Kita im Vorfeld organisieren und verändern, um einen solchen Betrieb gewährleisten zu können? Katja Wolf sprach hierüber mit Kitaleiterin Manuela Kuno, Kindertagesstätte Spatzennest.

Derzeit sind bis zu 16 Kinder in der Notbetreuung. Ab Montag, 18. Mai, beginnen wir mit dem eingeschränkten Regelbetrieb, so Kuno.

Die Kinder werden dabei in zwei Gruppen eingeteilt, die im Wochenrhythmus, also jede zweite Woche, in der Kita betreut werden.

Wir haben bei der Gruppeneinteilung versucht die Bedarfe der Eltern zu berücksichtigen. So sind Geschwisterkinder beispielsweise in einer Gruppe, erklärte die Kitaleiterin.

In der Wochengruppe A sind 48 Kinder, darunter überwiegend die Schulanfänger und älteren Kinder, in der Wochengruppe B sind mit 36 Kindern die Kleinsten. Die Tagesgruppengröße richtet sich entsprechend der Landesverordnung nach der Quadratmeterzahl der Räume. Die Kinder werden zu festen Betreuungszeiten, in feststehenden Gruppen und mit festen Erzieherinnen betreut. Die Tische wurden weiter auseinander gestellt und die Erzieherinnen verteilen nun das Essen an die Kinder.

Wir versuchen so gut wie möglich die Hygienevorschriften einzuhalten, klären die Kinder über das Händewaschen und das richtige Nießen auf und desinfizieren regelmäßig, so Manuela Kuno.

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