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Kompromisslösung für Stützmauer-Geländer am Nikolaitor

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Für das Stützmauer-Geländer am Eisenacher Nikolaitor gibt es eine Kompromisslösung. Das erklärte Bürgermeister Dr. Uwe Möller am vergangenen Freitag (26. März).

In Zusammenarbeit mit den Denkmalbehörden ist es gelungen, nicht nur die Originale an Ort und Stelle zu erhalten, sondern eine Lösung zu finden, um in Kombination mit den neuen Brüstungsgittern ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen. Es wird kein Industriegeländer geben, sondern eine dem Ensemble entsprechende Gestaltung, betonte er.

Zum historischen und dann restaurierten Geländer kommen notwendige zusätzliche, neue Brüstungsgitter hinzu. Diese Variante entspricht den Anforderungen an die technischen Regelwerke, des Denkmalschutzes sowie der handwerklich korrekten Umsetzbarkeit in Stein und Metall. Die daraus resultierenden Änderungen zur denkmalschutzrechtlichen Erlaubnis der Stadt liegen den Denkmalbehörden vor und wurden inzwischen bestätigt. Der schriftliche Bescheid soll der Stadt in den nächsten Tagen zugehen. Im nächsten Schritt wird eine Ausschreibung der noch erforderlichen Arbeiten stattfinden. Auch hier bestehen Auflagen aus der denkmalschutzrechtlichen Erlaubnis (Farbe, Materialanalyse, Fachfirmen, usw.).

Warum gibt es neue Brüstungsfelder?
Weil die Stützwand am Nikolaitor neu gebaut wird, ist der so genannte Bestandsschutz erloschen. Nach den Regeln der Technik sind für Neubauten mehr Brüstungsfelder notwendig. Hätte die Stadt diese neuen Brüstungsfelder nicht mit in die Planung einbezogen, würde das neue Bauwerk die technischen Erfordernisse nicht erfüllen.

Eine Hauptuntersuchung, ähnlich wie eine TÜV-Prüfung des Autos, und die Abnahme nach Fertigstellung hätte das Bauwerk nicht bestanden. Es würde gesperrt werden müssen, erklärt Möller.

Der Spagat bestand darin, eine passende Lösung zu finden, die dem Denkmalschutz genauso wie den Regeln der Technik entspricht. Das ist mit der Kompromisslösung der Fall. Sie ist vom Denkmalschutz, Planern, Ausführenden und der Stadtverwaltung Eisenach geprüft worden.

Wir haben keine Entscheidungen einfach so am Reißbrett gefällt, unterstreicht Möller.

Einbezogen waren Experten der ausführenden Gewerke; auch eine statische Prüfung der Lösung wird es geben. Die Bauarbeiten am Nikolaitor gehen unterdessen weiter.

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