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Konjunkturelle Erholung nimmt in der Region Fahrt auf

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Gespräch mit Vertretern der Wirtschaft über Situation und Perspektiven des Standortes Wartburgkreis

Landrat Reinhard Krebs hatte am 12.Oktober zu einem Gespräch über die Situation und Perspektiven des Wirtschaftsstandortes Vertreter der Wirtschaft in die obere Etage des Automobilmuseums nach Eisenach eingeladen. Der Einladung folgten 45 Vertreter der Wirtschaft, darunter die Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Erfurt (IHK), Cornelia Haase-Lerch, Vertreter der Handwerkskammer Südthüringen und Unternehmer der Region aus der Industrie sowie des Handwerks.

Der Wartburgkreis ist nicht nur der flächengrößte und einwohnerstärkste, sondern auch nach Erfurt die wirtschaftlich stärkste Gebietskörperschaft in Thüringen. Insbesondere beim Industrieumsatz und bei der Industriebeschäftigung liegt der Wartburgkreis mit großem Abstand an der Spitze aller Thüringer Städte und Kreise. Auch sind die Unternehmen des Wartburgkreises vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Zum Teil werden schon jetzt wieder Vor-Pandemie-Werte bei den Wirtschaftsdaten erreicht und der Konjunkturklimaindex, die Einschätzung der wirtschaftlichen Situation und Aussichten der Unternehmen, fällt über dem Durchschnitt liegend positiv aus.

Auch im Handwerk ist – wie in der Industrie – der Aufschwung unverkennbar, fasst Diana Streubel von der Handwerkskammer Südthüringen zusammen, verweist aber auch auf Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen. Erfreulich sei die Zunahme an Ausbildungsverhältnissen im Handwerk. Übergreifend stellt die Altersstruktur der Betriebsführungen und das zögerliche Herangehen an die Organisation der Betriebsnachfolge ein Problem dar.

Gleichbleibend hoch signalisieren die Unternehmen ihren Fachkräftebedarf. Diesen sehen Sie nach den Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie als größten Risikofaktor ihrer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung an. Die Unternehmer fragten dann auch vor allem nach einer Unterstützung bei der Auszubildenden- und Fachkräftegewinnung.

Mirko Klich von der Wirtschaftsförderung des Landratsamtes nannte als beispielhafte Angebote die Karriereheimat (www.karriereheimat.de), den Berufemarkt, der in diesem Jahr wieder digital, ab dem 19.. November über zwei Wochen angeboten wird und sich vor allem an Schüler richtet, und die Nutzung von Schülerpraktika in den Unternehmen der Region. Eine Reihe von Schulen des Wartburgkreises bieten ihren Schülern wöchentliche Praxistage in Unternehmen im Verlauf des gesamten neunten Schuljahres als Bestandteil des Lehrplans an.

Der Landrat betonte die besondere Bedeutung der Berufsschulen in Bad Salzungen und Eisenach für eine bedarfsorientierte und wohnortnahe Ausbildung.

Der Geschäftsführer der Arbeitsagentur Eisenach Rüdiger Stahl verwies ebenfalls auf die Vielzahl an Angeboten seiner Agentur im Rahmen der Berufsorientierung aber auch für Beschäftigte und Unternehmen, die nicht erst im Fall von drohender oder bestehender Arbeitslosigkeit wahrgenommen werden können.

Vertreter der Handwerksbetriebe verwiesen auf die geringe Größe ihrer Betriebe, für die die Wahrnehmung der Angebote sich aber personell und finanziell als schwierig gestaltet.

Reinhard Krebs und Mirko Klich von der Wirtschaftsförderung kennen dieses Problem und auch die Schwierigkeit, angesichts der Vielzahl von kleinen Unternehmen entsprechende Angebote zu unterbreiten. Dies sei Aufgabe aller Wirtschaftsvertreter und nur gemeinsam zu leisten.
Die Arbeitsagentur bietet zum Beispiel auf dem Gebiet der Weiterbildung und Qualifizierung entsprechend der Betriebsgröße Beratung und finanzielle Unterstützung an. Dafür reicht ein Blick auf die Internetseite der Agentur und Anruf beim Arbeitgeberservice, der umgehend reagieren wird, macht Rüdiger Stahl von der Arbeitsagentur deutlich und fordert die Unternehmen auf: „Reden Sie mit uns!“.

Die Angebote sind da, müssen aber noch mehr kommuniziert und wahrgenommen werden – waren sich alle einig.

Auch die Transformation der Automobil-/Automobilzulieferindustrie ist ein Thema, das die Region in starkem Maße betrifft und beschäftigt. Dazu arbeiten der Wartburgkreis und die Stadt Eisenach mit der Transformationsagentur Automotive Thüringen, dem Thüringer Wirtschaftsministerium und weiteren betroffenen Gebietskörperschaften auf gemeinsame, abgestimmte und die Unternehmen der Region unterstützende Aktivitäten hin.

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