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KSB Eisenach dringt auf Übergangslösung bei Hallensanierungen

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Das Präsidium des Kreissportbundes traf sich am 1. Februar 2022 zu einem Auftaktgespräch mit der Eisenacher Rathausspitze, um auf die gegenwärtigen und perspektivischen Problemlagen der Eisenacher Sportvereine hinzuweisen. In einem nächsten Schritt soll der Dialogprozess mit den Fraktionen des Eisenacher Stadtrates fortgeführt werden.

Die Corona-Pandemie hat für die Sportvereine nicht nur gravierende Einschränkungen im Trainings- und Wettkampfbetrieb mit sich gebracht, sondern in zahlreichen Sportvereinen auch zu einem schmerzhaften Mitgliederrückgang geführt, insbesondere im Kinder- und Jugendbereich. Gerade deshalb sei es wichtig, nach der hoffentlich baldigen Rückkehr zur Normalität die notwendigen Rahmenbedingungen für einen uneingeschränkten Trainings- und Wettkampfbetrieb zu setzen.

Daher hob der Präsident des Kreissportbundes, Michael Klostermann, noch einmal ausdrücklich hervor, wie wichtig die fristgerechte Umsetzung des einstimmigen Stadtratsbeschlusses zur Etablierung einer digitalen Datenbank für die Sportstättenvergabe sei, um die Beantragung und Nutzung von Hallenzeiten vor allem in der Phase der Sanierung und Erweiterung von Sportstätten für die Sportvereine leicht händelbar, transparent und effizient zu gestalten. Die Datenbank soll laut Stadtratsbeschluss im Laufe des Jahres 2022 bereit stehen. Hierzu gab es seitens der Stadtverwaltung leider keine konkreten Auskünfte, so dass der KSB weiter am Ball bleiben wird.

In diesem Zusammenhang erneuerten die Präsidiumsmitglieder auch die Forderung nach einer Traglufthalle als flexible Übergangslösung für die Zeit der bevorstehenden Sanierungen und Erweiterungen der Jahnhalle, der Goethehalle und der Mosewaldhalle, die nahezu parallel stattfinden und zu einer weiteren Verknappung der bereits unzureichenden Hallenkapazitäten führen werden. Die Traglufthalle könnte in den Herbst- und Wintermonaten eine gute Alternative für den Trainingsbetrieb in den Bereichen Fußball und Tennis darstellen. Insoweit war es für das KSB-Präsidium enttäuschend, dass insbesondere Bürgermeister Christoph Ihling eine ablehnende Haltung einnahm und darauf verwies, dass die Eisenacher Sportvereine im Notfall auf umliegende Städte und Gemeinden ausweichen müssten, sofern es in der Sanierungs- und Bauphase zu Einschränkungen bei den Hallenutzungen kommen sollte. Die Stadtverwaltung sei bemüht, die Sanierungs- und Baumaßnahmen so zu realisieren, dass es kaum oder keine Einschränkungen für den Trainingsbetrieb gäbe.

Bürgermeister Ihling kündigte außerdem an, dass die Stadtverwaltung für das laufende Jahr die Fortschreibung der Spiel- und Sportstättenleitplanung anstrebe, um sie auf einen aktuellen Stand zu bringen.

Der KSB Eisenach unterstützt dieses Ansinnen ausdrücklich und geht davon aus, dass er in die Erarbeitung der Fortschreibung der Spiel- und Sportstättenleitplanung aktiv eingebunden wird., unterstreicht KSB-Präsident Klostermann.

Die Präsidiumsmitglieder hoben im Gespräch noch einmal die besondere soziale Bedeutung der Sportvereine hervor. Der KSB Eisenach plant in diesem Jahr unter anderem eine Neuauflage der Kreis-Kinder- und Jugendspiele und einen Seniorensporttag im Rahmen der Seniorenwoche der Stadt Eisenach. Mit Blick auf die Inklusion von Menschen mit Behinderungen bot das Präsidium nach der zurückgezogenen Bewerbung als Host Town für die Special Olympics World Games seine Unterstützung an, sofern es zukünftig noch einmal eine vergleichbare Bewerbung geben sollte und regte eine frühzeitige Einbindung an.

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