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Landrat stellt neue Kulturmanagerin und Pläne zum Kulturentwicklungskonzept für den Wartburgkreis vor

Neue Stelle im Büro des Landrates
Das Landratsamt Wartburgkreis hat seit 1. Januar eine Kulturmanagerin. Aldona Farrugia heißt die neue Mitarbeiterin, die dem Büro des Landrates zugeordnet ist. Sie wird kontinuierlich die sich abzeichnenden Veränderungen auf dem Sektor der Kultur in den Blick nehmen, die Akteure im Landkreis weiter vernetzen und ein tragfähiges, nachhaltiges Kulturentwicklungskonzept für den Wartburgkreis erstellen.

Im Zuge der Vorbereitungen zur Trafo 2 – Bewerbung des Wartburgkreises im Jahr 2018* (*Förderprogramm der Kulturstiftung des Bundes für Kultur im ländlichen Raum) – zeichnete sich eine inspirierende Kooperation zwischen den Gemeinden und den Kulturakteuren in der Region ab, die langfristig ausgebaut und intensiviert werden sollte. Schon früh kristallisierte sich dabei der Wunsch der Akteure nach einem festen Ansprechpartner auf Kreisebene heraus, der Prozesse koordinierend und moderierend begleitet und neue Ideen beisteuert.

Die große kulturelle Vielfalt unseres Landkreises mit den Angeboten der Theater und unserer Thüringen Philharmonie, der organisch entwickelten Kultur in Architektur, Parklandschaften, Schlössern und Kirchen, den vielfältigen Initiativen der Vereine, Chöre, Museen und insbesondere der Volkskultur in den Dörfern wollen wir noch besser koordinieren und unterstützen – für die Menschen der Region und unsere Gäste. Ich bin daher sehr dankbar, dass wir nun die Möglichkeit haben, ein solches Kulturmanagement für den Wartburgkreis nutzbar zu machen und es mit den Angeboten der Stadt Eisenach, die bald zum Landkreis gehört, zu verbinden, sagte Landrat Reinhardt Krebs anlässlich der Vorstellung der neuen Kulturmanagerin im Rahmen einer Videopressekonferenz.

Die Thüringer Staatskanzlei fördert das Kulturmanagement in seiner Anlaufphase zu 70 Prozent (das sind rund 100.000 EUR) mit Projektmitteln aus dem Budget Kunst und Kultur. Den Eigenanteil von 30 Prozent (rund 43.000 EUR) trägt der Wartburgkreis.

Kulturentwicklungskonzept für den gesamten Wartburgkreis
Zu den Kernaufgaben der neuen Kulturmanagerin gehört die Erstellung eines Kulturentwicklungskonzeptes für den gesamten Wartburgkreis. Die Konzeptphase erstreckt sich über einen Zeitraum von 18 Monaten, gefolgt von der Umsetzungsphase, beginnend ab Juni 2022.
Impulse und Ideen der unterschiedlichen Kulturinstitutionen und der Kulturakteure aus der gesamten Region sollen in die Strategie mit einfließen und das kulturelle Mitwirken ihrer Bewohner in seiner Vielfalt aufgenommen werden. Dabei wird das Kulturentwicklungskonzept als Prozess fest etabliert, stetig erweitert und den sich vollziehenden Entwicklungen angepasst – denn Kunst ereignet sich in Freiräumen und nicht unter Vorgaben.

Aldona Farrugia als Kulturmanagerin für den Wartburgkreis
Die aus Oberschlesien in Polen stammende Kulturmanagerin studierte Opernregie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg sowie Kulturmanagement an der Universität Zürich. Ihr beruflicher Weg führte sie seit ihrer Diplominszenierung am Weimarer Studiotheater Belvedere immer wieder nach Thüringen. Bis 2018 war sie als Operndirektorin am Meininger Staatstheater tätig.
Ihre Engagements führten sie über die Bühnen der Stadt Köln, die Hamburgischen Staatsoper und die Opéra national de Paris auch zu wichtigen Festivals wie den Schwetzinger Festspielen oder den Salzburger Festspielen und dem Bremer Musikfest. Als Dozentin war sie im europäischen Netzwerk der European Network Opera Academies tätig.

Ich bin gespannt auf die Begegnungen mit den Menschen im Wartburgkreis und mit ihren Ideen,“ so Aldona Farrugia, „ich möchte gemeinsam mit allen Beteiligten die kulturelle Vielfalt der Region sichtbarer machen und freue mich sehr auf diese verantwortungsvolle Aufgabe in einer DER Kulturregionen Deutschlands.

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