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LINKER Bürgermeister Steffen Harzer zu Gast in Eisenach

Oft wird der LINKEN vorgehalten, vieles zu fordern und eher Oppositionspolitik zu betreiben. Doch Linke können nicht nur fordern. Sie stellen sich der Verantwortung als Bürgermeister oder auch als Landräte. Noch gibt es wenige in Thüringen. Doch dies soll sich ändern, so auch in Eisenach. So kandiert die direkt gewählte Landtagabgeordnete Katja Wolf in Eisenach als Oberbürgermeisterin.

Zum Ende ihres Wahlkampfes hat sie sich Steffen Harzer, einer der ersten Linken Bürgermeister in Thüringen eingeladen. (damals noch PDS)

Er amtiert bereits seit 1996 im thüringischen Hildburghausen. Aufgestellt von unserer Quellpartei PDS, schlug er in der Stichwahl den siegessicheren Kandidaten der SPD. Bereits zweimal, 2002 und 2008, wurde er mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Den Erfolg führt Harzer auf den «Personenfaktor» zurück. «Ich bin mit Leib und Seele Kommunalpolitiker», sagt der 50-jährige von sich.

«Wie kann ein LINKER Bürgermeister gestalten?» ist das Motto des Abends.

Es sei nicht immer leicht, Bürgermeister zu sein, so Steffen Harzer. «Manchmal muss man Dinge tun, die einem nicht gefallen, weil die Gesetze sind, wie sie sind». Aber da gibt es immer wieder diese kleinen und auch größeren Erfolge, z.B. Schwimmhalle. Dass Hildburghausen inzwischen über ein eigenes Hallenbad verfügt, erreichte man folgendermaßen: Er rief die BürgerInnen über die Zeitung auf, mitzuteilen, welche zur Debatte stehenden Projekte der Stadtentwicklung sie bevorzugen. Das Schwimmbad machte das Rennen. Im Stadtrat gab es dafür zunächst keine Mehrheit, doch der Druck der öffentlichen Meinung führte zu einem Umdenken.

Besonders stolz ist Steffen Harzer auf die in seiner Amtszeit neu geschaffenen Arbeitsplätze in der Stadt. «Früher fuhren mehr Menschen aus Hildburghausen hinaus als hinein, wenn sie sich auf den Weg zur Arbeit machten. Heute ist es anders herum». Die Arbeitslosigkeit in der Stadt liegt bei nur noch vier Prozent. Kommen die klassischen Themen der LINKEN am Ende zu kurz? Keineswegs. Steffen Harzer verweist auf das in seiner Amtszeit eingeführte kostenlose Mittagessen in den Kitas. Es wird komplett von der Stadt bezahlt.

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