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Mehrere Beete im Eisenacher Kartausgarten mutwillig zerstört

Gerade hatten es Eisenachs Stadtgärtner in der vergangenen Woche noch geschafft, trotz der arbeitsintensiven Zeit um Sommergewinn und Bachgeburtstag sowie bei den Vorbereitungen zum Osterspaziergang die diesjährige Frühjahrsbepflanzung abzuschließen.

Insgesamt 11.550 Pflanzen, darunter Stiefmütterchen, Goldlack, Hornveilchen und Vergissmeinnicht, wurden verteilt über Beete und Blumenschalen im Kartausgarten, am Carl-Alexander-Denkmal sowie Reuter-Wagner-Museum und Theaterplatz. Die städtischen Friedhofsgärtner bepflanzten zudem mit Blick auf das christliche Fest der Auferstehung Christi liebevoll Ehrengräber und Schalen.

Vandalismus an diversen Stellen – mindestens 1200 Euro Schaden
Kaum war jedoch am letzten Donnerstag das exponierte und ornamental bepflanzte V-Beet im Kartausgarten frisch bepflanzt, hatte dort bereits ein Hund seinen großen Haufen hinterlassen. Damit nicht genug: am Montag dieser Woche waren die Gärtner regelrecht entsetzt. Die Blumen im V-Beet, aber auch im Wappenbeet des Kartausgartens waren gezielt zertrampelt worden. Zudem wurden drei Bänke und drei Papierkörbe mit Graffiti verunstaltet. Die Bänke sind erst vor zwei Jahren erneuert worden. Die Stadt Eisenach hat inzwischen Strafanzeige bei der Polizei gegen Unbekannt gestellt und ruft etwaige Zeugen auf, die etwas in Zusammenhang mit diesen Straftaten gesehen haben, sich bei der Stadt oder der Polizei zu melden. Am Dienstag, 4. April, wurde der Schaden an den Pflanzbeeten so gut wie möglich repariert. Auch die Schmierereien an den Bänken werden zeitnah entfernt. Der Schaden allein an Bänken und Papierkörben beläuft sich auf rund 1200 Euro.

Vorbereitungen für Pflanzungen beginnen schon im Jahr zuvor

Der ideelle Schaden schmerzt uns Gärtner noch viel mehr, wenn diese Arbeit, besonders in einem Gartendenkmal einfach so mit Füßen getreten wird., so Rainer König, Sachbearbeiter Grünflächen und Friedhof.

Er verweist auch auf die lange Vorbereitung, die mit der Frühjahrsbepflanzung einhergeht. Die Arbeit fängt schon im Juni an. Pflanzpläne müssen erstellt und Sortenlisten ermittelt werden, damit die Pflanzenlieferung rechtzeitig ausgeschrieben werden kann. Die Gartenbaubetriebe müssen frühzeitig wissen, welches Saatgut geordert werden muss, damit rechtzeitig die Anzucht erfolgen kann.

Hinweise zu den Straftaten bitte per E-Mail an: infrastruktur@eisenach.de.

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