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Naturschutzgebiet Alte Warth

«Das Gebiet der ‚Alten Warth’ umfasst mit 86,1 ha den flächenmäßig größten Kalkmagerrasen-Komplex Südthüringens auf Zechstein. Nicht zuletzt deswegen gehört es zu den ersten Naturschutzgebieten, die nach der politischen Wende gesichert wurden. Für den Naturschutz war dies ein großer Erfolg, denn zu DDR-Zeiten drohten die orchideenreichen Flächen als Rennstrecke für Motorcrossfahrzeuge zu enden. Heute ist das Gebiet ein wichtiges Rückzugsgebiet für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten», erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, beim Besuch des Naturschutzzentrums in Gumpelstadt (Wartburgkreis).

Der Freistaat Thüringen kaufte 1993 im Naturschutzgebiet «Alte Warth» 23,7 ha. Die Einmaligkeit und der ökologischen Wert des Gebietes liegen insbesondere in der kleinflächigen, mosaikartigen Anordnung verschiedener Lebensräume. Aus naturschutzfachlicher Sicht zählt das Gebiet der «Alten Warth» zu den am besten gepflegten Trocken- und Magerrasen in Thüringen. Dieser Erfolg ist auf die regelmäßig durchgeführten Entbuschungsmaßnahmen und die großflächige Beweidung mit Schafen zurückzuführen. Des Weiteren weist das Gebiet einen hohen Orchideenbestand auf. Dabei ist besonders das Engagement des «Arbeitskreises Heimische Orchideen Thüringen» (AHO) hervorzuheben. Dieser hat in den vergangenen Jahren botanisch wertvolle Flächen erworben und dort die Pflege unter den Gesichtspunkten eines wissenschaftlich fundierten Artenschutzes übernommen.

«Ich freue mich, dass auch der Freistaat Thüringen seinen Teil dazu beitragen konnte. So wurden im vergangenen Jahr finanzielle Mittel zum Erweb neuer Flächen aus der landeseigenen Stiftung «Naturschutz» bereitgestellt. Insgesamt wurde das vom AHO betreute Projekt ‚Betreuung, Pflege sowie Monitoring von FFH-Lebensräumen in ausgewählten FFH-Gebieten Südwestthüringens’ mit über 86000 Euro unterstützt», so der Minister.

Zu den Aufgagen des Naturschutzzentrums «Alte Warth» gehört aber nicht nur die Pflege und Entwicklung von Biotopen. Es werden Kartierungen erstellt sowie an der Erarbeitung von Schutzwürdigkeitsgutachten und landschaftspflegerischen Begleitplänen mitgewirkt. Damit gehören Einrichtungen wie die «Alte Warth» zu den tragenden Säulen der regionalen Naturschutzarbeit. Die Arbeit von Naturschutzzentren trägt wesentlich zum Erhalt der heimischen Flora und Fauna bei und leistet zugleich einen wertvollen Beitrag zur Umweltbildung.

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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