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Oberbürgermeisterin Katja Wolf besucht Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete

Bildquelle: © Stadt Eisenach/Britta Williams
Oberbürgermeisterin Katja Wolf (von rechts), Kreisbeigeordneter Martin Rosenstengel und Sozialarbeiterin Carolin Hojny verschaffen sich einen Eindruck von den Spenden, die in der Gemeinschaftsunterkunft lagern.

Wohnungen weiterhin gesucht

Am Montag, 13. Juni, besuchte Oberbürgermeisterin Katja Wolf die Gemeinschaftsunterkunft (GU) für geflüchtete Menschen in der Ernst-Thälmann-Straße. Das Wohnheim ist im Zuge der Fusion der Stadt Eisenach mit dem Wartburgkreis an den Kreis übergegangen. Die Rathaus-Chefin wollte sich dennoch ein Bild von der Situation vor Ort machen. Kreisbeigeordneter Martin Rosenstengel führte sie durch die Einrichtung, in der aktuell 145 Geflüchtete aus der Ukraine übergangsweise eine Bleibe gefunden haben.

Die Mehrzahl der Bewohner*innen sind Frauen und Kinder. Zunehmend kommen aber auch ältere Menschen in der Wartburgstadt an. Mittlerweile geht die Anzahl der Spontanankünfte zurück. Dem Kreis werden aber weiterhin Geflüchtete, die teilweise direkt aus dem Kriegsgebiet kommen, zugeteilt. Die Unterbringung in der Gemeinschaftsunterkunft soll dabei nur übergangsweise erfolgen.

Das Ziel muss es sein, die Menschen so schnell wie möglich in eine eigene Wohnung zu bringen. Das ist der erste Schritt einer gelungenen Integration, sagte Katja Wolf und verwies auf das bereits länger bestehende Netzwerk Integration in Eisenach.

Bildquelle: © Stadt Eisenach/Britta Williams
Jens Claus (von rechts), Leiter Stabsstelle Bevölkerungsschutz und Pandemieabwehr der Stadt Eisenach, im Gespräch mit Oberbürgermeisterin Katja Wolf und dem Kreisbeigeordneten Martin Rosenstengel.

Wohnungen weiterhin gesucht
Ein weiterer Aspekt ist der Oberbürgermeisterin wichtig: Es dürfe keine bevorzugte Behandlung ukrainischer Flüchtlinge geben. Auch aus anderen Ländern fliehen Menschen, die in Deutschland Schutz und Asyl suchen. Deren Anliegen und Bedürfnisse müssten ebenso gehört und beantwortet werden wie die ukrainischer Hilfesuchender. Die Spendenbereitschaft der Bürger*innen ist jedenfalls nach wie vor sehr hoch. Der Raum in der Unterkunft, in dem Sachspenden gesammelt werden, ist gut gefüllt: Windeln, Babynahrung, Konserven und Geschirr sind auf Vorrat vorhanden.

Die Oberbürgermeisterin sah sich ebenfalls das Spielzimmer an, das zweimal in der Woche unter Betreuung von Ehrenamtlichen geöffnet wird. Diese Aktion kam über das Ukraine-Kontaktbüro der Eisenacher Stadtverwaltung zustande. Auch die Familien selbst können – sofern die Aufsicht gewährleistet ist – einen Schlüssel fürs Spielzimmer bekommen und mit den Kindern dort Zeit verbringen. Die Gemeinschaftsküchen auf den Fluren werden ebenfalls rege genutzt. Auch einen großen Gemeinschaftsraum gibt es, der zeitweise mit Feldbetten belegt war.

Bildquelle: © Stadt Eisenach/Britta Williams
Regelmäßig wird das Spielzimmer in der Gemeinschaftsunterkunft geöffnet. Zwei Ehrenamtliche betreuen die Kinder liebevoll.

Hintergrund Insgesamt sind in Eisenach aktuell 369 aus der Ukraine geflüchtete Menschen gemeldet. Wer Wohnraum für Familien oder auch einzelne Personen zur Verfügung stellen möchte, kann sich beim Landratsamt in Bad Salzungen (E-Mail an ukraine@wartburgkreis.de) melden. Die Kosten der Unterkunft werden vom Jobcenter übernommen. Die entsprechende Richtlinie ist hier zu finden. Die Mietverträge werden inzwischen nicht mehr über den Landkreis abgeschlossen, sondern mit den Mietern selbst. Der Kreis unterstützt aber bei der Vermittlung von Wohnraum.

Zudem können sich Bürger*innen, die bereits privat ukrainische Geflüchtete aufgenommen haben, an das Ukraine-Kontaktbüro der Eisenacher Stadtverwaltung wenden. Die E-Mailadresse lautet Ukrainehilfe@eisenach.de. Hier bekommen sie Unterstützung oder werden an geeignete Stellen weiter vermittelt. Ansprechpartnerinnen in der Eisenacher Stadtverwaltung sind die Beauftragte für Menschen mit Migrationshintergrund, Joanna Santibanez Villegas, Tel: 03691 670-405 oder Nicole Päsler (Integrationsmanagement), Tel.: 03691 670-436. Einen umfangreichen Überblick über Hilfsangebote und Beratungsstellen sind auf der Website der Stadt Eisenach zu finden: www.eisenach.de

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