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Polizei-Motorsport-Club Marburg 1990 feiert 20-jähriges Bestehen

Jahrmarktstimmung herrschte am Sonntag auf dem Gelände des 1. Deutschen Polizeioldtimer-Museums in Marburg. Mit einem Sommerfest feierte der Polizei-Motorsport-Club Marburg 1990 (PMC) dort sein 20-jähriges Bestehen. Zu sehen war unter anderem auch der Prototyp der «Ente» Citroën 2 CV, der vor allen Dingen die Neugierde der Kinder auf sich zog.

Die Entwicklung des Vereins seit seiner Gründung bezeichnete Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel als „eine einmalige Erfolgsstory“. 1990 hatten acht Polizeibeamte den Club gegründet. Ziel war damals der Aufbau einer Kräderstaffel.

„Die zeigen auch richtig akrobatische Leistungen mit ihren Motorrädern“, lobte der hessische Innenminister Volker Bouffier bei der Jubiläumsfeier im Jahr 2000 das Auftreten der Motorradfahrer. Beim zehnjährigen Vereinsjubiläum hatte er auf dem ehemaligen Kasernengelände schon das 1. Deutsche Polizeioldtimer-Museum eröffnet.
Bereits ein Jahr nach seiner Gründung hatte der PMC sein erstes altes Auto rekonstruiert. Dieser Opel Rekord P1 vom Baujahr 1958 war allerdings – im Gegensatz zu den meisten anderen Museumsfahrzeugen des PMC – ursprünglich kein Polizeiauto gewesen.

Anders indes verhält es sich mit einer BMW Isetta vom Baujahr 1955.
Diese sogenannte „Knutschkugel“ mit Frontausstieg hatte Bouffier dem Verein zum zehnjährigen Jubiläum geschenkt.

Zum Bestand des Marburger Museums gehören heute neben ehemaligen Streifenwagen auch Sonderfahrzeuge wie ein Wasserwerfer, ein Panzerwagen, ein Schwimmauto und ein Funkleitfahrzeug. Auch wenn derartige Typen bei der deutschen Polizei sehr selten waren, sind zum Beispiel der Fiat „Bambino“ dort wirklich Dienstfahrzeuge gewesen. Sehr viel weiter verbreitet waren in der ehemaligen DDR der kleine Trabant – oft liebevoll auch „Trabi“ oder wegen seiner Herstellungsmaterialien „Pappe“ genannt – und der Wartburg als Streifenwagen der Volkspolizei.

Knapp 80 Fahrzeuge gehören mittlerweile zum Fuhrpark des PMC. Einige von ihnen sind sogar „Filmstars“ geworden, haben sie doch in verschiedenen Fernsehsendungen und Filmen über vergangene Verbrechen tragende Rollen gespielt.

Beim Sommerfest indes standen die meisten Oldtimer in einer der beiden Museumshallen. Das dritte Gebäude dient dem Verein als Werkstatt.
Auf die vielen Arbeitsstunden und den Eifer der Vereinsmitglieder verwies der Innenminister nicht ohne Stolz, sind doch gut 90 Prozent von ihnen Polizeibeamte. Er versprach die Arbeit des Museums weiterhin zu unterstützen.

Rainer Beichler | | Quelle:

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