Premiere mit großer Resonanz: Rückblick auf das erste Palliativforum in Eisenach

Bildquelle: Diako Thüringen, Michaela Dein – v.l.n.r. Elke Slowik, Geschäftsführerin Diako Thüringen, Mary Schmidt, Leiterin des Diako Seniorenzentrums Wartburgblick Eisenach, Marina Hartung, Leiterin des Diako Palliativ Teams Eisenach, Dr. Florian Schache, Palliativmediziner und leitender Oberarzt der Palliativstation im St. Georg Klinikum Eisenach, Carolin Illert, Bildungsreferentin Diakonisches Bildungsinstitut Johannes Falk, Mathias Winzer, Geschäftsführer des Palliatus Hospiz Weimar, Dominique Jahn, Leiterin des Diako Kompetenzzentrums Gesundheit und Pflege, Jennifer Eichenauer und Lydia Skowronek, Koordinatorinnen des Diako Palliativ Netzwerks Thüringen, Sandra Kuntu, Leiterin des Diako Pflegedienstes Eisenach
Eisenach und Wartburgkreis 26.11.2025 – Mit dem ersten Palliativforum des Diako Palliativ Netzwerks Thüringen fand in Eisenach eine Premiere statt, die die Erwartungen der Organisatoren deutlich übertroffen hat. Die Resonanz war so groß, dass kurzfristig umgeplant werden musste: Statt im ursprünglich vorgesehenen Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk wurde die Veranstaltung – aufgrund von über 120 Anmeldungen – in die Nikolai-Kirche verlegt. Ein würdevoller Ort, der der Thematik einen besonders passenden Rahmen gab.
Schon zu Beginn wurde spürbar, welch hohe Bedeutung die Begleitung von Menschen am Lebensende in der täglichen Arbeit der beteiligten Einrichtungen und Dienste hat. Oberin Schwester Annegret Bachmann eröffnete das Forum mit einer besinnlichen Andacht, bevor Diako Thüringen Geschäftsführerin Elke Slowik sowie die Koordinatorinnen des Netzwerks, Lydia Skowronek und Jennifer Eichenauer, die zahlreichen Gäste begrüßten.
Inhaltlich bot das Forum eine besondere Mischung aus Fachlichkeit, Praxisbezug und persönlichem Austausch. Teams aus dem ambulanten und stationären Bereich sowie aus dem SAPV-Team teilten bewegende und praxisnahe Einblicke in die Herausforderungen ihrer täglichen Arbeit.
Dr. Florian Schache, Palliativmediziner und leitender Oberarzt der Palliativstation im St. Georg Klinikum Eisenach, führte fundiert durch die rechtlichen und medizinischen Grundlagen der palliativen Sedierung.

Mathias Winzer, Geschäftsführer des Palliatus Hospiz Weimar, setzte Impulse zu ethischen Fragestellungen in der Palliativversorgung. Anhand konkreter Fallbeispiele wurde deutlich, wie sensibel – und wie wichtig – das Zusammenspiel fachlicher, persönlicher und menschlicher Aspekte ist.
Zwischen den Vorträgen entstand ein offener Austausch: Es wurde gefragt, diskutiert und reflektiert – und in den Pausen bei Kaffee, Kuchen und den Messeständen der anwesenden Kooperationspartnerinnen und -partner intensiv weitergedacht.
Diese Gespräche machten einmal mehr sichtbar, was sich wie ein roter Faden durch das gesamte Forum zog: Nur durch gute Vernetzung kann eine umfassende und würdevolle Versorgung schwerkranker Menschen gelingen. Denn diese erfordert medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Unterstützung. Da kein einzelner Dienst all dies allein leisten kann, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen ambulanten Diensten, stationären Einrichtungen, SAPV-Teams, Kliniken, Ärztinnen und Ärzten sowie Hospizdiensten unverzichtbar. Nur durch abgestimmtes Handeln lässt sich sicherstellen, dass Betroffene und ihre Angehörigen zu jeder Zeit die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Das Forum zeigte, wie stark die Partner der Region bereits zusammenarbeiten und wie wertvoll dieser gemeinsame Austausch ist. Zum Abschluss würdigte Dominique Jahn, Leiterin des Diako Kompetenzzentrums Gesundheit und Pflege, das Engagement und den täglichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kooperationspartner in der Palliativversorgung.
