Radverkehrskonzept bis 2030 fortgeschrieben

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Die Stadt Eisenach möchte mit der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes und mithilfe einer Radstrategie den Anteil der Radfahrenden im Alltagsverkehr künftig deutlich erhöhen.

Es soll eine verständliche und vor allem lückenlose Radverkehrsinfrastruktur geschaffen werden, die es ermöglicht im Alltag sicher mit dem Rad durch die Stadt zu fahren. Zusätzliches Marketing soll die Akzeptanz des Radverkehres im Gesamtverkehr erhöhen. Ziel soll es sein, das Fahrrad vermehrt als Mobilitätsmittel erster Wahl für kurze Wege im innerstädtischen Verkehr zu nutzen. Der Radverkehr ist ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige, nachhaltige Mobilität in Eisenach.

Das in die Jahre gekommene Radverkehrskonzept aus 2003 bedurfte einer zeitgemäßen, umfassenden Überarbeitung. So erfolgte die Erarbeitung der Fortschreibung beginnend in 2021. In seiner gestrigen Sitzung wurde durch den Stadtrat schließlich die Fortschreibung der neu gesteckten Ziele und Maßnahmen bis 2030 beschlossen.

Maßnahmen und Ziele des Radverkehrskonzeptes

Das bestehende Radverkehrsnetz wurde einer Bestandsanalyse unterzogen und weiterentwickelt. Aufgenommen wurden Mängel, beispielsweise Beschädigungen der Beläge, ungesicherte Überquerungen, Beschilderungsmängel oder das plötzliche Enden von Radwegen. Das Ziel ist ein lückenloses Streckennetz über das Stadtgebiet mit Qualitätsrouten und Hauptrouten zu etablieren, welche von Ergänzungsrouten in den einzelnen Quartieren flankiert werden.

Es wurden 65 Maßnahmen festgelegt, die zur Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs beitragen sollen. Diese reichen von neuen Markierungen oder Beschilderungen bis hin zu ganzen Bauwerken. Festgeschrieben wurden kurz-, mittel und langfristige Maßnahmen, um den Radverkehr in den Gesamtverkehr integrieren zu können. Hierbei sind die Maßnahmen nach Priorität gestaffelt.

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Das Radverkehrskonzept soll sichere, bequeme und direkte Wege ermöglichen. Der Fokus des Konzeptes liegt dabei auf dem Alltagsradverkehr, selbstverständlich unter Berücksichtigung des Freizeitverkehrs bzw. der bestehenden touristischen Radrouten. Das Radverkehrszielnetz ist entsprechend mit regionalen und touristischen Routen verknüpft. Mit den Nachbargemeinden und dem Wartburgkreis werden ebenfalls regelmäßig die radverkehrlichen Belange behandelt und vorliegende Ergebnisse der Maßnahmen- und Wegweisungskonzeption abgestimmt.

Außerdem soll auf die Anforderungen aller Nutzer*innen, Kinder und Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen, gleichermaßen Rücksicht genommen werden. Allen Radfahrenden soll die Möglichkeit gegeben werden sicher und störungsfrei zu radeln.

Im Radverkehrskonzept sind sieben Ziele für die zukünftige Radverkehrsentwicklung Eisenachs festgeschrieben.

Die Stadt Eisenach fördert den Rad- und Fußverkehr als zentralen Bestandteil ihrer zukunftsorientierten Stadtentwicklung. Aufgebaut werden soll ein lückenlosen und bedarfsgerechtes Radverkehrsnetz. Außerdem soll das Fahrrad ein selbstverständliches Alltagsverkehrsmittel für alle werden. Ein weiteres Ziel ist die Vermeidung von Verletzungen und Unfällen im Radverkehr, auch „Vision Zero“ genannt. Dies wird von der Stadt konsequent verfolgt. Weiterhin möchte sich die Stadt als Radfahrstandort etablieren. Der Lasten- und Wirtschaftsverkehr mit dem Rad gewinnt in Eisenach zunehmend an Bedeutung. Dies soll gefördert werden. Ebenso soll sich Eisenach als Fahrradpendlerregion verstehen.

Bei der Erstellung des Konzeptes wurden relevante Akteure mit einbezogen. Bürger*innen und Bürger wurden durch eine öffentliche Veranstaltung und mittels einer Online-Befragung in die Prozesse eingebunden. Ebenso der ADFC als fachkundige Interessengruppe, aber auch verschiedene Fachdienste der Stadtverwaltung.

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