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Sanierung der Sportstätten wird konkret

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Arbeiten in Jahnsporthalle und Goethehalle beginnen dieses Jahr – Invenstitionsvolumen 8,8 Millionen Euro

Nachdem der Zustand vieler Eisenacher Sportstätten nicht nur der Oberbürgermeisterin regelmäßig Sorgenfalten auf die Stirn zeichnete, werden die Sanierungs- und Neubaupläne in diesem Jahr endlich konkret. Ein Sozialtrakt soll ab diesem Sommer an die Jahnsporthalle angebaut werden. Kosten: 1,6 Millionen Euro. Die Sanierung der Halle folgt darauf ab Sommer 2023. Hier geht die Eisenacher Stadtverwaltung derzeit von Investitionen in Höhe von einer Million Euro aus. Der Freistaat Thüringen fördert die Arbeiten mit 620.000 Euro.

Ich weiß, dass insbesondere die Jahnsporthalle für viele inzwischen ein rotes Tuch ist. Auch mich frustriert, dass die Halle schon so lange nicht genutzt werden kann, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Wegen Lieferengpässen musste die Freigabe der stark sanierungsbedürftigen Halle zuletzt erneut verschoben werden. Bei statischen Untersuchungen der Dachkonstruktion war die Hallendecke geöffnet worden. Sie kann voraussichtlich Mitte Januar geschlossen werden, so dass Schulklassen und Vereine wieder gefahrlos Sport treiben können.

Ab dem Sommer wird auch die Goethehalle angepackt.

Es gibt wohl kaum einen Politiker, dem wir nicht die Goethesporthalle gezeigt haben, um auf den großen Investitionsstau hinzuweisen, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Die Appelle trugen offenbar Früchte: Inzwischen hat der Freistaat Thüringen knapp vier Millionen Euro Fördermittel zugesagt. Eine neue Ein-Feld-Sporthalle soll gebaut und mit der bestehenden Halle verbunden werden. Das alte Gebäude steht unter Einzeldenkmalschutz und wird deshalb mit besonderer Vorsicht saniert. Insgesamt plant das Fachgebiet Hochbau für die Goethesporthalle rund 6,3 Millionen Euro ein. Der erste Bauabschnitt (Neubau einer Ein-Feld-Halle) beginnt ebenfalls diesen Sommer. Die Sanierung der Bestandshalle folgt anschließend. Läuft alles nach Plan, werden die Arbeiten im Jahr 2025 abgeschlossen sein.

Ausweichlösungen werden gesucht

Noch offen ist, ob auch die Turnhalle der Mosewaldschule in Eisenach Nord umfassend saniert werden kann. Ein entsprechender Förderantrag wurde 2021 abgelehnt. Ein zweiter Anlauf ist inzwischen genommen worden. Die Kosten einer Komplettsanierung werden mit etwa drei Millionen Euro angegeben. Dieser Betrag lässt sich nicht allein aus dem städtischen Haushalt finanzieren, macht die Oberbürgermeisterin klar.

Ob mit oder ohne Turnhalle der Mosewaldschule: Es wird eine gute Organisation brauchen, um für alle Schulklassen möglichst nahe gelegene Sportstätten vorhalten zu können. Auch der Vereinssport ist auf die Hallen, die nun saniert werden sollen, angewiesen. Dieser Herausforderung ist sich die Oberbürgermeisterin bewusst. Das Fachgebiet Sportstätten bezieht deshalb schon jetzt mögliche Ausweichmöglichkeiten in die Planungen ein. Einfach wird das nicht, Katja Wolf wirbt dafür um Verständnis:

Ich bitte alle Schulen und Vereine um Geduld. Durch diese Phase müssen wir jetzt einfach durch. In wenigen Jahren wird sich die Situation deutlich entspannt haben und wir alle können von den neuen und frisch sanierten Sporthallen profitieren.

Bürgermeister Christoph Ihling legt den Fokus auf die besondere Bedeutung des Sports:

Der Sport ist besonders wichtig für unsere Gesellschaft, die Gesundheitsvorsorge, gelebter gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Integration werden durch den Sport gefördert. Ohne moderne Sportstätten in Eisenach, fehlt unserer Kommune und damit unserer Gesellschaft etwas ganz Wesentliches. Auch vor diesem Hintergrund ist es wichtig, in den Erhalt und in die Verbesserung der Sportstätten zu investieren. Dafür setze ich mich ein.

Das Modellprojektes zur Umnutzung und Sanierung des ehemaligen Fabrikgebäudes O1 zu einer Multifunktionshalle am Heinrich-Erhardt-Platz (ehemaliges Stammwerk der BMW-Automobilproduktion) verfolgt die Stadt Eisenach weiterhin mit Nachdruck. Hier soll das seit Jahren brach liegende Fabrikgebäude revitalisiert werden und eine bundesligataugliche Drei-Feld-Sporthalle für Zwecke des Spitzen-, Schul- und Vereinssport entstehen, die auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Ein Großteil der Finanzierung ist bereits gesichert: Der Bund hat 12,8 Millionen Euro zugesagt und im Haushaltsentwurf zum Bundeshaushalt 2022 eingestellt, 9 Millionen Euro fließen über die Schuldendiensthilfe des Landes Thüringen. Zudem wird mit weiteren Zuschüssen aus dem Landehaushalt in Form von Zuschüssen für Sportstättenförderung, Städtebauförderung und Denkmalschutz geplant. Mit der Umsetzung ist der neue Bürgermeister der Stadt Eisenach, Christoph Ihling, betraut. Als Stellvertreter der Oberbürgermeisterin ist er für den Fachbereich Infrastruktur zuständig.

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