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Schnelleres Ausrücken im Notfall: Freiwillige Feuerwehren in Eisenach bekommen 40 neue Funkmeldeempfänger

Oberbürgermeisterin Katja Wolf hat am 26. August zusammen mit Brandoberinspektor Jens Claus (Leiter Amt für Brand- und Katastrophenschutz) 40 neue Funkmeldeempfänger (FME) an die Freiwilligen Feuerwehren übergeben. Jeweils zehn Stück gingen an Uwe Hörschelmann (Wehrführer Freiwillige Feuerwehr Stregda), Hartmut Marschall (Wehrführer Freiwillige Feuerwehr Neuenhof), Florian Suck (Wehrführer Freiwillige Feuerwehr Stockhausen-Hötzelsroda) und Heiko Müller-Kirchner (Wehrführer Freiwillige Feuerwehr Stedtfeld). Bislang war nur die Freiwillige Feuerwehr Eisenach-Mitte mit solchen FME ausgestattet. Die neuen Funkmeldeempfänger haben 8710,80 Euro gekostet.

„Der Kauf dieser 40 Geräte ist eine ganz wichtige Investition in die Sicherheit. Unsere Freiwilligen Feuerwehren werden damit viel schneller als bislang im Notfall alarmiert und können schneller zum Einsatzort ausrücken“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Bislang ertönte ausschließlich eine Sirene im Ortsteil, wenn ein Brand oder Alarm eingegangen war. „Das führte zum Beispiel zu Problemen, wenn die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr am Tag ihrer Arbeit nachgehen. Nicht jeder hörte die Sirene. Das wird nun mit den Funkmeldeempfängern viel besser“, sagte Jens Claus.

Die kleinen schwarzen Geräte sind so groß wie ein Handy und können bequem am Gürtel oder in der Tasche getragen werden. Das heißt, sie sind praktisch überall dabei. Doch was genau passiert, wenn ein Alarm eingeht? Das erläuterte Jens Claus: „Wenn die Leitstelle Alarm auslöst, piepen die Empfänger – und zwar zirka drei Sekunden vor der Sirene im Ortsteil.“ Außerdem gibt es eine Erstinformation, was passiert ist, so dass sich die Feuerwehrleute darauf einstellen können, was sie am Einsatzort erwartet.

Die tragbaren Funkempfänger empfangen ununterbrochen auf einer bestimmten Frequenz und geben im Einsatzfall einen Alarmton und eine Sprachnachricht ab. Die Sprachnachricht wird vom diensthabenden Mitarbeiter der Zentralen Leitstelle Wartburgkreis übermittelt. Der Alarmton funktioniert ähnlich wie bei einem Telefon. Jeder Telefontaste ist ein bestimmter Ton zugeordnet. Werden nun fünf solcher Töne in bestimmter Reihenfolge angeordnet und per Funk gesendet, löst der Funkmelder aus. Man unterscheidet Gruppenrufe – das heißt alle Melder der Feuerwehreinheit lösen aus – und Einzelrufe, bei denen nur ein oder wenige Melder auslösen. Beides ist mit den neuen FME möglich.

Die Einsatzkräfte können mit den neuen Geräten im gesamten Ausrückebereich der Feuerwehren der Stadt Eisenach und darüber hinaus alarmiert werden. Befindet sich ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr außerhalb seines Wohnortes, erreicht ihn innerhalb dieses Bereiches der Alarm auf jeden Fall. Den Alarm über Sirenen in den Ortsteilen wird es während einer gewissen Übergangsfrist, weiterhin geben. Zwölf Sirenen stehen in den Ortsteilen: zwei in Hötzelsroda, jeweils eine in Stockhausen, Stregda, Neukirchen, Berteroda, Madelungen, Stedtfeld, Neuenhof, Wartha, Göringen und Hörschel. Da im Bereich der Kernstadt keine Sirenen vorhanden sind, hat die Freiwillige Feuerwehr Eisenach-Mitte bereits seit 1992 insgesamt 45 Funkmeldeempfänger.

Änderungen bei den Löschbezirken
Um die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren im Alarmfall schneller einsetzen zu können, gibt es Änderungen bei der „Alarm- und Ausrückeordnung“. Bisher ist das Gebiet Kernstadt plus Ortsteile in neun Löschbezirke unterteilt, zukünftig sind es fünf Löschbezirke. Bis zu drei Freiwillige Feuerwehren sind dann je Löschbezirk zusammengefasst und werden gleichzeitig alarmiert. Bei kritischen Einsätzen oder ungünstigen Tageszeiten wird somit schnellstmöglich die Mindestanzahl an Einsatzkräften an der Einsatzstelle zur Verfügung stehen.

Löschbezirk I ist die Eisenacher Kernstadt, Löschbezirk II umfasst den Ortsteil Stedtfeld, die Ortsteile Neuenhof-Hörschel und Wartha-Göringen gehören zum Löschbezirk III. Löschbezirk IV besteht aus den Ortsteilen Madelungen, Neukirchen, Stregda, Berteroda. Die Ortsteile Stockhausen und Hötzelsroda bilden Löschbezirk V.

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