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Schüler ohne Schulabschluss: Lerncoaches in allen Eisenacher Regel- und Förderschulen

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Bildungsausschuss diskutiert über Ursachenforschung

‎Wenn es nach Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister geht, haben zukünftig alle Eisenacher Regel- und Förderschulen Lerncoaches. Diese arbeiten verstärkt mit Schülern, die ansonsten womöglich ihren Schulabschluss nicht schaffen würden. Die Lerncoaches sind ein Baustein von mehreren, um die Quote der Schüler ohne Schulabschluss zu senken. Über die Ursachenforschung diskutierten gestern (22. Januar) die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Bildung und Gesundheitswesen.

Es hat sich einiges in Eisenach bewegt. Wir bieten mehrere Programme an, machte Wachtmeister deutlich.

Früchte tragen und Wirkung zeigen werden pädagogische Prozesse aber erst in vier bis zehn Jahren.

Das geht nicht von heute auf morgen, so Wachtmeister. Kaum erklärbar, so Wachtmeister, sei die Zick-Zack-Kurve.

Als Zick-Zack-Kurve lässt sich die Zahl der Schüler ohne Abschluss darstellen. In einem Jahr liegt die Zahl an einer Schule oben, im Folgejahr ‎ist sie rapide gesunken.

Der Bildungsdezernent verwies auf die zahlreichen Programme, die sowohl Schüler, Pädagogische Fachkräfte und Schulen unterstützen sollen. Dazu gehören zum Beispiel Kooperationen der einzelnen Einrichtungen. Dies ermöglicht das städtische Bildungsmanagement mit seinen Netzwerken.‎ Über ein neues Landesprogramm Schulsozialarbeit sollen auch in der Stadt Eisenach mehr Schulsozialarbeiter beschäftigt werden. Entsprechende Ausschreibungen werden vorbereitet.

Veränderungen sind auch auf dem Gebiet der Berufsorientierung spürbar. Die neu gegründete Jugendberufsagentur hat sich etabliert. Angesetzt wird zudem bei der Elternarbeit in den Kitas. Die Stadt überlegt, wie die Kindertagesstätten im ThEKiZ-Programm (Thüringer Programm zur Entwicklung von Kindertagesstätten zu Eltern-Kind-Zentren) etabliert werden können. Bei dem Programm geht es um niederschwellige Unterstützungsangebote. Das können zum Beispiel Gespräche mit Eltern im Kindergarten sein, ohne dass diese gleich amtliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen.

Zu erkennen ist, dass die Problematik Schüler ohne Schulabschluss vielschichtig ist. Eisenach ist bei der Ursachenforschung und den entsprechenden Programmen auf einem guten Weg.

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