Anzeige

Schuhaktion vor dem Rathaus als stiller Protest

Die Schuhaktion Eisenacher Eltern ist ein stiller Protest gegen die Corona-bedingte Schließung der Eisenacher Schulen und Kitas. Sichtbares Zeichen sind die am Samstagvormittag vor dem Rathaus platzierten Kinderschuhe.

Uns sind die Kinder nicht egal, die schon so lange die Isolation ertragen müssen. Und uns sind auch die Eltern nicht egal, die derzeit Unfassbares alleine stemmen müssen, betont Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Weil die Beweggründe der Eltern nachvollziehbar und nachfühlbar und zudem die Schuhe so abgestellt worden sind, dass sie niemanden behindern, werden sie dort stehen gelassen. Die Stadtverwaltung will damit zeigen, dass sie offen mit dieser Kritik umgeht, auch wenn die hohen Inzidenzen der Stadt Eisenach dem Wartburgkreis keine andere Möglichkeit gelassen hatten, als Schulen und Kitas zu schließen.

Öffentlicher Ort für Sorgen der Kinder
Gerne greift Oberbürgermeisterin Katja Wolf die Anregung auf, einen öffentlichen, symbolischen Ort für die Sorgen der Kinder zu schaffen. Ab Montag, 29. März, können Eltern und Kinder Bilder, Fotos und Wünsche rund um die Themen Corona, Zuhause bleiben oder die aktuelle Situation am Zaun der Altern Posthalterei befestigen. Am Zaun des Kinder- und Jugendzentrums in der Georgenstraße 52 wird zu diesem Zweck eine Leine angebracht. Zum Befestigen bitte Wäscheklammern oder ähnliches mitbringen. Damit Fotos, Bilder und schriftliche Gedanken Wind und Wetter überstehen, könnten die Kinder ihre Werke vor dem Aufhängen in eine Klarsichthülle stecken.

Ich freue mich, wenn sich viele Eisenacher Kinder zusammen mit ihren Eltern beteiligen, ruft Katja Wolf zum Mitmachen auf.

Anzeige
Top