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Seebach wird Notinsel

Bildquelle: © Anja Kirchhof / Gemeinde Seebach

Kinder und Jugendliche sind sowohl auf ihrem Schulweg, als auch in der Freizeit immer häufiger Gefahren und Problemen ausgeliefert. Die Gemeinde Seebach möchte diese Wege sicherer machen und hat sich über den Notinsel-Partner Sozialwerk Meiningen gGmbH dem bundesweiten Notinsel-Projekt angeschlossen.

Die Notinsel ist eine Initiative der Deutschen Kinderschutzstiftung „Hänsel und Gretel“. Schirmherr für das Projekt in Seebach ist Bürgermeister Gerrit Häcker.

Aufkleber machen Hilfsbereitschaft sichtbar
Als die Pressesprecherin Julia Patzenhauer das Notinsel-Projekt für Seebach vorgeschlagen hat, war Bürgermeister Gerrit Häcker sofort interessiert und unterstützt die Umsetzung persönlich gern als Schirmherr. Kern des Projektes sind Notinsel-Geschäfte, die mit einem Aufkleber an Tür oder Schaufenster Kindern anzeigen, dass ihnen in Notsituationen geholfen wird: „Wo wir sind, bist du sicher.“, lautet das Motto.

Notfälle, dass können ein plötzliches Unwetter sein, ein aufgeschlagenes Knie, ein verpasster Bus, Mobbing durch Mitschüler oder auch Belästigung durch eine fremde Person.

Ein großer Mehrwert an diesem Projekt sind die Signale, die wir Kindern und Erwachsenen senden., so Patzenhauer. Allein durch die Präsenz der Aufkleber zeigen wir Kindern, dass sie wichtig sind, gehört und ernst genommen werden. Erwachsene hingegen werden auch außerhalb der Geschäfte animiert, hinzuschauen, zuzuhören und aktiv zu werden. Projekte wie diese führen Generationen wieder zueinander und fördern gegenseitiges Verständnis.

Eine starke Gemeinschaft für unsere Zukunft
Sowohl die Mitarbeiter des Kindergartens und der Schulen, als auch die der angesprochenen Geschäfte in Seebach reagierten durchweg positiv auf die Idee der Notinsel und boten ihre Unterstützung bei der Umsetzung an. So wird zum Beispiel die Funktionsweise der NotinselGeschäfte im Unterricht und bei Elternabenden aufgegriffen.

Die ersten Geschäfte in Seebach haben ihre Teilnahme als Notinsel-Standort sofort zugesagt. In der Nähe von Kindergarten und Grundschule sind das die Johannes Apotheke, der Geschäftsraum von Christian Zarate Montage & Vertrieb, der Groschenmarkt und das Geschäft von Elektrotechnik Knittel UG & Co. KG.

Entlang der Neuen Straße / B88 sind die Autowerkstatt von Gunter Herrmann und die Allianz Versicherung von Sandra Hähnel Partner. Neben der Gemeinde Seebach selbst sind auch die Gemeindebibliothek und der Jugendclub „Red Cube“ Notinsel-Standorte, hinzu kommt die Regelschule „Johannes Dicel“.

Der Notinsel-Partner im Wartburgkreis – das Sozialwerk Meiningen gGmbH
Bereits seit 2008 ist der Kinder- und Jugendschutzdienst „Tabu“/Wartburgkreis der Sozialwerk Meiningen gGmbH Notinsel-Partner für den Wartburgkreis. Sabine Wenzel betreut die Notinsel-Geschäfte der Städte Bad Salzungen, Treffurt und Creuzburg. Nun ist sie auch Ansprechpartnerin für Seebach und unterstützt die Gemeinde bei der Umsetzung des Projektes. U.a. wird eine Schulung der Gemeindemitarbeiter durchgeführt, wie sie im Notfall mit Kindern und Jugendlichen vor Ort umgehen können.

Interessierte Städte und Gemeinden des Wartburgkreises können sich direkt an Frau Wenzel (Sozialwerk Meiningen gGmbH) wenden, um ebenfalls am Notinsel-Projekt teilzunehmen und somit den Schulweg für Kinder und Jugendliche sicherer zu machen. www.sozialwerk-meiningen.de

Das Projekt „Notinsel“
Notinsel ist ein bundesweites Projekt, das Kindern in Not- und Gefahrensituationen Schutz bieten soll. Alle Läden und Geschäfte, die das Notinsel-Zeichen an ihrer Tür oder im Schaufenster anbringen, signalisieren Kindern: „Wo wir sind, bist Du sicher.“

Die Notinsel schafft für Kinder, die sich bedroht fühlen und Hilfe benötigen, einen Zufluchtsort, an dem ihnen geholfen wird. Auch die kleinen Wehwehchen werden bei den Notinsel-Geschäften ernst genommen. Teilnehmen können Ladengeschäfte wie z. B. Bäcker, Friseure, Apotheken, Cafés, Banken und sonstige Einzelhandelsgeschäfte sowie öffentliche Einrichtungen. www.notinsel.de

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