Sozialausschuss besuchte die Kindergärten „Kindertraum“ und „Spatzennest“

Bildquelle: © Stadt Eisenach/Birgit Schellbach – Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Soziales und Bildung besichtigten den „Kindertraum“ und das „Spatzennest“.

Die Stadtverwaltung hat vor dem Hintergrund sinkender Geburten und Anmeldezahlen in den Kindergärten vorgeschlagen, den „Kindertraum“ in der Schützenstraße mit dem „Spatzennest“ in der Schlachthofstraße zusammenzulegen. Die Einrichtung in der Schlachthofstraße soll künftig die Gruppen mit ihren Erzieherinnen und Erzieherin aus der Schützenstraße aufnehmen. Der Stadtrat soll dazu am 1. Juli befinden.

Im Vorfeld hat sich der städtische Ausschuss für Kultur, Soziales und Bildung vor Ort ein Bild von den Kindergärten gemacht. Die Mitglieder und beratende Bürgerinnen und Bürger hatten die Bitte geäußert, sich beide Grundstücke und Objekte anzusehen.

Beide Einrichtungen haben mehr Plätze als Anmeldungen

In der Schützenstraße beeindruckte das große Außengelände ebenso wie die familiäre Atmosphäre. „Das Team engagiert sich sehr“, betonte der Hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Eisenach, Ingo Wachtmeister. Er wies aber auch darauf hin, dass die Zahl der angemeldeten Kinder stark zurückgeht.

Derzeit besuchen 45 Mädchen und Jungen den „Kindertraum“ bei einer Kapazität von 56 Plätzen im Altersbereich von zwei Jahren bis zum Schuleintritt. Davon kommen in diesem Jahr elf Kinder in die Schule, im nächsten Jahr sind es noch einmal acht. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen zwei Anmeldungen vor. In der Schützenstraße sind Investitionen notwendig: für Schallschutz in den Gruppenräumen und die Sanierung des Sanitärraums im Obergeschoss. Es ist nicht möglich, den Kindergarten barrierefrei zu gestalten. Ebenso fehlt der Platz, um einen Sozialraum für die Beschäftigten einzurichten.

© Stadt Eisenach/Birgit Schellbach – Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Soziales und Bildung besichtigten den „Kindertraum“ und das „Spatzennest“.

Im  Kindergarten „Spatzennest“ war zu erfahren, dass derzeit 72 von 158 Plätzen belegt sind. Betreut werden Kinder von einem Jahr bis zum Schuleintritt. Durch die Schulanfänger in diesem und im nächsten Jahr wird prognostiziert, dass per 1. September 2027 im „Spatzennest“ 54 Plätze belegt sind. Dazu kommen zwei Anmeldungen. Bei einer Zusammenlegung mit dem „Kindertraum“ wird  davon ausgegangen, dass 2027/28 am Standort in der Schlachthofstraße 85 Plätzen belegt sind.

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Eine Besonderheit im „Spatzennest“ ist, dass dort auch Kinder mit Behinderungen betreut werden. Der Kindergarten ist barrierefrei, verfügt beispielsweise über einen Fahrstuhl. Die räumlichen Bedingungen sind sehr gut. Es gibt durch den modernen Anbau an den bestehenden und modernisierten Altbau viel Platz für die Gruppen in den verschiedenen Altersgruppen, ebenso Sozial- und Beratungsräume für das Personal oder einen separaten Bereich für Gespräche mit den Eltern.

Das Außengelände ist noch nicht ganz fertig, nachdem ein Teil in den Bau des Hochwasserschutzes entlang der Hörsel einbezogen gewesen ist. Es werden noch neue Spiel- und Sportgeräte aufgestellt und ebenso Bäume gepflanzt. Größere Investitionen in das Objekt sind in naher Zukunft nicht notwendig.
Das „Spatzennest“ ist Teil des Projekts „Thüringer Qualitätskompass“ und fördert in dem Zusammenhang die Sprachentwicklung der Kinder. Dazu ist eine Fachkraft eingestellt worden.

Wie die Zusammenlegung gelingen kann

Die anwesenden Mitglieder des Ausschusses beschäftigte die Frage, wie der Übergang gestaltet werden kann, sollte es zur Zusammenlegung kommen. Ingo Wachtmeister betonte, dass es eine Projektgruppe unter Beteiligung von Eltern und pädagogischem Personal aus beiden Einrichtungen geben wird. Es ist auch geplant, dass die Kinder aus dem „Kindertraum“ mit ihren jeweiligen Bezugserzieherinnen und -erziehern in das andere Gebäude umziehen. Die Gruppen können zusammenbleiben, wenn das der Wunsch der Kinder und Eltern ist.

Aus dem „Spatzennest“ gibt es das Angebot an die Eltern, sich jederzeit die Einrichtung anschauen und über das dortige Konzept informieren zu können.

Die nächste öffentliche Beratung des Ausschusses für Kultur, Soziales und Bildung zum Thema Kindergärten findet am 17. Juni, 17 Uhr, im Stadtratssaal, Verwaltungsgebäude am Markt 22, statt. Das gilt als Vorberatung für den Stadtrat, der am 1. Juli entscheiden soll. Gleichzeitig wird auch der Einwohnerantrag auf der Tagesordnung stehen, der zum Ziel hat, den „Kindertraum“ zu erhalten.

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