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Spatenstich für «Tannhäuserlücke»

Die Bauarbeiten in der «Tannhäuserlücke» haben am Dienstag mit dem Spatenstich offiziell begonnen. Die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWG) wird in der legendären «Tannhäuserlücke» ein Wohn- und Geschäftshaus errichten.
In gut einem Jahr soll es im Wesentlichen fertig sein. Rund 2,8 Millionen Euro würden investiert.
Lang war der Streit um diese Lücke, die im Sommer 1989 mit dem Abriss des ehemaligen Hotels begann. Der Abriss in den letzten Tagen der DDR wirbelte viel Staub auf. 2000 waren alle Prozesse beendet und die Stadt Eisenach Eigentümer der Fläche. Die «Hängenden Treppen von Eisenach» wurden zum 100. Ärztekongress schnell abgebaut.
Ein Parkhaus sollte entstehen, dann ein Wohn- und Geschäftshaus. 2004 übernahm die SWG das Grundstück. Es gab Workshops, eine AG Karlsplatz hatte sich gebildet. Ein Fassadenwettbewerb wurde ausgeschrieben und beendet.
Doch bevor es ans Bauen ging, mussten Mieter für das zukünftige Gebäude gefunden werden, eine nicht so leichte Aufgabe in der jetzigen Zeit.
Architekten aus Eisenach riefen zum Boykott auf und auch zum Spatenstich fehlten nun die Stadträte der SPD-Fraktion.
Der Bauausschuss gab jüngst die Teilbaugenehmigung für die Lückenschließung.

Eisenach habe, so OB Gerhard Schneider, seit 2000 rund 19 Millionen Euro in die Stadtsanierung gesteckt.
Und zu den Boykottversuchen sagte Schneider, dass dies nicht der richtige Weg sei. «Boykott heißt sich Ausschließen. Hier ist Mitmachen gefragt».

Rainer Beichler |

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