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Spenden für den Erhalt der Friedhofskapelle

In der Kapelle des Eisenacher Friedhofes laufen Vorarbeiten, um die bauzeitliche Raummalerei des neoromanischen Bauwerkes teilweise wieder freizulegen.

Die Voruntersuchungen des Restaurators Wolfgang Petzholdt lassen erkennen, welch prachtvolle Wandmalerei sich unter den inzwischen mehreren Schichten Farbe versteckt. Teile davon sollen die Kapelle wieder im Glanz früherer Zeiten, genau genommen um das Jahr 1898, erscheinen lassen. In den nächsten Wochen erwartet die Stadt als Auftraggeber das Gutachten des Restaurators, um in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie das weitere Vorgehen der Restaurierung planen zu können.

Alle, denen die Kapelle am Herzen liegt und die die Restaurierungsarbeiten fördern möchten – egal ob Vereine, Firmen oder Privatpersonen – sind herzlich eingeladen, das Vorhaben mit einer Spende zu unterstützen. Die Spenden werden ausschließlich für die Restaurierung/Sanierung der Kapelle verwendet. Dazu zählen das Freilegen der bauzeitlichen Malerei und deren partielle Rekonstruktion sowie das Verbessern der Raumakustik (Aufbringen von absorbierendem Akustikputz/-Material, Erneuerung der Vorhänge im Chorbereich durch Bühnenmolton; eventuell Teppich zwischen den Stuhlreihen, um Trittschall zu reduzieren). Die Spenden können ab sofort unter dem Verwendungszweck „Sanierung Friedhofskapelle“ auf das Konto DE 91 8405 5050 0000 0587 18 bei der Wartburgsparkasse BIC/SWIFT-Code: HELADEF1WAK überwiesen werden. Das Ausstellen von Spendenquittungen ist natürlich möglich. Spender wenden sich hierzu bitte an die Friedhofsverwaltung (Friedhofstraße 3, 03691/670858).

Am Tag des offenen Denkmals (12. September) wird die Friedhofskapelle für Besucher*innen im Zeitraum von 14 bis 16 Uhr zugänglich sein. Wer einen Einblick in die laufenden Restaurierungsarbeiten bekommen möchte, ist herzlich eingeladen.

Zur Friedhofskapelle:
Die Kapelle auf dem Eisenacher Friedhof ist 1898 errichtet worden. 1901 ist das Krematorium gebaut worden. Entworfen wurden beide Gebäude von dem Architekten Otto March. In den 50er Jahren ist die Leichenhalle erweitert worden. Seit 1993 steht die Friedhofskapelle unter Denkmalschutz.

In der Friedhofskapelle finden – so gewünscht – die Trauerfeiern für Verstorbene statt. Die Kapelle ist mit einer zurückhaltenden Grunddekoration ausgestattet und bietet Platz für zirka 85 Personen zuzüglich Stehplätze. Die individuell mit den Angehörigen abgestimmte Dekoration, wie Bilder, Kerzenständer und Blumenschmuck übernimmt das jeweilige Bestattungsinstitut. Für die musikalische Umrahmung stellt die Friedhofsverwaltung eine Hifi-Anlage zur Verfügung, über welche die von den Angehörigen ausgewählten Musikstücke eingespielt werden. Von der Empore aus kann, je nach Wunsch und Beauftragung der Angehörigen, Live-Musik erklingen. Bei kirchlichen Trauerfeiern wird auch von der Empore aus Orgelmusik gespielt oder der Posaunenchor spielt.

Am Lesepult in der Kapelle hängt seit 2014 ein Parament, mit einem angedeuteten Kreuz. Der Pultbehang ist in der Eisenacher Paramentenwerkstatt in Handarbeit entstanden. Paramente sind Textilien, die im Kirchenraum Verwendung finden. Dazu gehören Altar- und Abendmahlstücher, Behänge für Kanzeln und Lesepulte oder Wandbehänge. In der Eisenacher Werkstatt entstehen die Paramente bis heute in Gobelin-Technik. Für die Webarbeiten werden Wolle oder Leinen verwendet. Das Wort Parament wird vom lateinischen „parare“ abgeleitet und bedeutet „bereiten“ oder „zurüsten“.

Die Kapelle verfügt über eine Hörschleife. Mithilfe dieser technischen Einrichtung können Audiosignale wie Musik oder Redebeiträge für schwerhörige Personen zugänglich gemacht werden können. Die Tonsignale werden dazu in elektrische Signale umgewandelt und diese über eine im Raum ausgelegte Induktionsschleife ausgesendet. Mit Hörgeräten, die eine spezielle eingebaute Empfangsspule haben, können diese Tonsignale störungsfrei verstärkt empfangen werden.

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