Stadtrat fasst Selbstbindungsbeschluss zu Trinkwasserspendern

Um die nationalen und internationalen Klimaschutzziele zu erreichen, möchte die Stadt Eisenach Trinkwasser öffentlich zugänglich machen – im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden. Der öffentliche Zugang zu Trinkwasser soll unter anderem dazu führen, dass vermehrt Leitungswasser als Trinkwasser verwendet wird. Dies wiederum hat eine Reduktion von Kunststoffen und den entsprechenden Abfällen zur Folge, ebenso eine Minderung von Treibhausgasemissionen, welche durch Transport und Verpackung entstehen.

Bereits seit 2017 verfügt Eisenach am Lutherplatz über einen öffentlichen Trinkbrunnen, welcher das Verweilen in der historischen Innenstadt besonders an sehr heißen Tagen für die Bürger*innen sowie Besucher*innen der Stadt Eisenach durch die Trinkwasserversorgung angenehmer macht. In der Zeit von April bis Oktober ist dieser durchgängig in Betrieb. Auch in der Marienstraße im Bereich des Frauenplans befindet sich eine neue Trinkwasserstele. Weitere Trinkwasserbrunnen sollen folgen. So ist beispielsweise im Bereich der südlichen Marienstraße ein weiterer Spender geplant. Ebenso wird bei der Planung des Karlsplatzes ein Trinkwasserspender berücksichtigt. Denkbar ist dies auch am Mehrgenerationenspielplatz in der Wilhelm-Pieck-Straße und am Schwarzen Brunnen in der Georgenstraße.

Orte, an denen sich viele Einwohner*innen, Besucher*innen und Touristen*innen aufhalten, werden in Betracht gezogen, beispielsweise Schnittpunkte von Fuß-, Rad- und Wanderwegen. Auch in öffentlichen Gebäuden sollen Trinkbrunnen folgen. Für das Errichten von Trinkbrunnen in den öffentlichen Bildungseinrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen, aber auch der Stadtbibliothek, sprechen gleich mehrere Argumente. So ist beispielsweise eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gesund für Kinder, Jugendliche und Pädagog*innen und erhöht die Konzentrationsfähigkeit. Zudem kann die Verfügbarkeit von kostenlosem Trinkwasser dazu beitragen, den Konsum zuckerhaltiger Getränke zu reduzieren. Gleichzeitig stellen Trinkbrunnen eine kostengünstige Lösung dar, die für alle Kinder unabhängig vom elterlichen Einkommen gleichermaßen nutzbar ist. Und nicht zuletzt leisten natürlich auch Trinkbrunnen in den öffentlichen Bildungseinrichtungen einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. In einigen Eisenacher Schulen, beispielsweise in der Georgenschule, Mosewaldschule, dem Ernst-Abbe-Gymnasium und dem Elisabeth-Gymnasium, existieren bereits Trinkwasserspender, die positive Effekte haben.

Weiterhin wird geprüft, ob sich die Stadt an der bundesweit einheitlichen Initiative „refill“ beteiligt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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