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Tag der Städtebauförderung gewährt Einblicke in Bauvorhaben „Sanierung KUNSTPavillon“

Feierliche Einweihung der Wandelhalle

Einblicke in das Bauvorhaben „Sanierung KUNSTPavillon“ und in die frisch sanierte Wandelhalle gibt es für alle Eisenacher und Besucher der Stadt beim Tag der Städtebauförderung am Samstag, 11. Mai. Bereits zum fünften Mal findet die Veranstaltung als Gemeinschaftsinitiative des Bundesbauministeriums, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes statt. In Eisenach beginnt der Festtag um 11 Uhr an der Wandelhalle (Wartburgallee 53). Die frisch sanierte Gesamtanlage wird gemeinsam mit der Wandelhalle Eisenach-Stiftung und dem Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eingeweiht und frei gegeben. Um 12 Uhr tritt die Kindertanzgruppe des Eisenacher Tanzvereins auf. Programmende ist gegen 13:45 Uhr.

Die Wandelhalle als „Trink- und Wandelhalle“ wurde am 8. Juli 1906 als Mittelpunkt des Kurbetriebs in Eisenach eröffnet. Doch unter dem ersten Weltkrieg und der anschließenden wirtschaftlichen Stagnation litt auch der Kurbetrieb, so dass dieser Ende der 30er Jahre endgültig eingestellt wurde. Die Sanierung des Kulturdenkmals „Wandelhalle“ begann mit dem 1. Bauabschnitt im Jahr 2004 und endete mit dem 5. Bauabschnitt im Jahr 2018. Insgesamt wurden in die Sanierung der Gesamtanlage rund 2,3 Millionen Euro investiert. Die Städtebauförderung übernahm davon rund 1,94 Millionen Euro, rund 172.500 Euro sind Förderbeträge der Treuhänderischen Wandelhalle Eisenach-Stiftung bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Rund 188.800 Euro übernahm die Stadt Eisenach.

Im Anschluss an das Wandelhallenprogramm legen Stadt, Planer, Bauherr und Architekturhistoriker den Fokus auf den KUNSTPavillon und schlagen den Bogen zum Jubiläumsjahr „100 Jahre Bauhaus“. Dieses Programm beginnt um 14 Uhr am und im KUNSTPavillon, Wartburgallee 47. Zusammen mit dem Zentrum für Gegenwartskunst e.V. wird Architekturhistoriker Ronny Schüler von der Bauhausuniversität Weimar einen Vortrag über „Das Bauhaus und seine Ursprünge“ halten. Die Sanierung des früheren Ausstellungspavillons des Automobilwerks kommt im Jahr des Bauhausjubiläums ein Stück voran. Das Gebäude ist Beispiel für Bauhaus in der ehemaligen DDR. Bis Mitte Mai soll die Dachumrandung erneuert sein, die Fassade ist bereits unterhalb des Glasflächenbandes gereinigt worden. Der nächste Schritt sieht vor, die Glasfassade zu erneuern. Erst wenn eine UV-absorbierende Verglasung eingesetzt ist, möchten die Restauratoren die empfindliche Wandvertäfelung im Inneren überarbeiten. Das Großprojekt der Sanierung umfasst die komplette denkmalgerechte Modernisierung des Gebäudes (außen wie innen) einschließlich der technischen Ausstattung, eines Anbaus und die Gestaltung der Außenanlagen. Die Gesamtkosten werden gegenwärtig auf 3,16 Millionen Euro geschätzt.

Der erste Bauabschnitt, der mit Mitteln der Städtebauförderung aus dem Programm Stadtumbau Aufwertung gemeinsam mit dem Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie unterstützt wird, umfasst das Dach und die Erneuerung der Dachumrandung (Attika), die derzeit umgesetzt wird. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 390.000 Euro. 8000 Euro sind Spenden des Vereins für Gegenwartskunst. 300.000 Euro kommen von Bund und Land, das Landesamt für Denkmalpflege übernimmt rund 51.000 Euro, die Stadt rund 31.000 Euro. Das Landesamt für Denkmalpflege hat zudem die Mitfinanzierung bei der Erneuerung originaler Ausstattungsgegenstände wie zum Beispiel den Sesseln übernommen. Geplant sind folgend ein Anbau und die Gestaltung der Außenanlagen. Diese Kosten werden auf 834.000 Euro geschätzt. Erneut sollen Fördermittel aus verschiedenen Töpfen, auch Spenden,verwendet werden.

Zum Tag der Städtebauförderung: Rund 550 Städte und Gemeinden informieren in fast 750 Veranstaltungen über ihre Strategien und die Ziele der Planungen und Projekte, die durch die Städtebauförderung realisiert werden können und laden Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung an der Entwicklung ihrer Stadt ein. Der bundesweite Aktionstag soll die Vielfalt der Städtebauförderung abbilden und ist ein bundesweites Forum des Austauschs und der Präsentation. Dieser Festtag würdigt auch bereits gezeigtes Engagement für die Belange der Stadtentwicklung: in der Zivilgesellschaft, in Verwaltung und Kommunalpolitik. Mehr dazu gibt es im Internet unter www.tag-der-staedtebaufoerderung.de.

Andrea T. | | Quelle:

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