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Thüringen darf Laugenverpressung durch K+S nicht zustimmen

BUND Thüringen: Entsorgungspolitk von K+S muss beendet werden

Der BUND Thüringen warnt vor der Fortsetzung der Kali-Laugenverpressung durch das Unternehmen K+S. Die Landesregierung dürfe entsprechenden Plänen von Hessen in der heutigen Sitzung des Weserrates nicht zustimmen, wenn sie Umweltschäden und Strafzahlungen für den Freistaat vermeiden wolle.

Thüringen riskiert nicht nur empfindliche Strafzahlungen durch die EU-Kommission sondern auch weitreichende Gefährdungen von Trinkwasservorkommen, wenn es einer Fortsetzung der Verpressung von Salzabwässern zustimmt, sagte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. Die Gewinnmaximierung des Konzerns K+S auf Kosten der Umwelt und der Allgemeinheit muss endlich gestoppt werden.

Nach Angaben des BUND Thüringen verhandeln heute die Werra/Weser-Anrainerländer abschließend über eine gemeinsame Strategie zur Reduzierung der Salzbelastung von Werra und Weser. Hessen beharre auf dem mit K+S vereinbarten Vier-Phasen-Plan. Dieser sehe eine Fortsetzung der Verpressung von Salzlauge bis zum Jahr 2021 und die Einleitung von Salzabwässern in die Werra bis zum Ende der Kaliproduktion im Jahr 2075 vor.

Damit wirft K+S seine eigene Gesamtstrategie aus dem Jahr 2009 über den Haufen, in der das Unternehmen ein Ende der Verpressung bis spätestens 2015 zugesagt hatte, kritisierte Vogel.

Die Serie von Anträgen auf Verlängerung der Einleitung und Verpressung seiner Salzabwässer der vergangenen Jahre lasse den Schluss zu, dass K+S zu keinem Zeitpunkt an einer ernsthaften, umweltgerechten Lösung seiner Salzabfallproblematik interessiert gewesen sei.

Es wird höchste Zeit, dass sich die Anrainer-Länder von dem DAX-Konzern K+S nicht länger an der Nase rumführen lassen und die verantwortungslose Entsorgungspolitik des Unternehmens beenden, sagte Vogel. Wir fordern den Weserrat daher auf, den sofortigen und dauerhaften Stopp der Verpressung von Salzlauge im Untergrund zu beschließen, die Einleitung von Salzabwässern in Werra oder Weser spätestens bis 2021 zu beenden und K+S zum vollständigen Rückbau bestehender Salzhalden zu verpflichten.

Andrea T. | | Quelle:

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