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Thüringer Ökoherz e.V. legt zur Ministerflurfahrt Agrarforderungen zur Ministerflurfahrt vor

Bunte Wiesen, hohe Artenvielfalt und Entwicklung des ländlichen Raums – all das sind Leistungen, welche der ökologische Landbau als die nachhaltigste Form der Landwirtschaft erbringt. Im Rahmen der Bio-Flurfahrt am 25.06.2012 mit Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz stellt der Thüringer Ökoherz e.V. Naturschutzleistungen exzellenter Thüringer Bio-Betriebe vor und präsentiert agrarpolitische Forderungen von Thüringer Bio-Bauern.

Dank seiner ganzheitlichen Wirtschaftsweise und der Nutzung lokaler und regenerierbarer Ressourcen ist der Ökolandbau eine nachhaltige, wenn nicht sogar die nachhaltigste landwirtschaftliche Bewirtschaftungsform. Er führt im Durchschnitt der Betriebe zu den geringsten Umwelt- und Klimabelastungen, geht am effizientesten mit Ressourcen um, besitzt die höchsten Tierschutzstandards, trägt zur Artenvielfalt auf den Feldern und Wiesen ebenso bei wie zum Erhalt der langfristigen Bodenfruchtbarkeit und des Landschaftsbildes. schafft mehr Arbeitsplätze und bringt eine deutlich erhöhte Wertschöpfung im ländlichen Raum.
Aus diesen Gründen fordern Thüringer Bio-Bauern, diese Form von Landwirtschaft in Zukunft besonders zu unterstützen.
Die genauen Forderungen hat der aus Bio-Bauern und Verbandsvertretern bestehende Erzeugerbeirat des Thüringer Ökoherz e.V. in den letzten Monaten in einem Positionspapier zur Entwicklung des ökologischen Landbaus in Thüringen formuliert. Dieses schlägt eine klare Strategie vor, wie der ökologische Landbau bis 2020 von derzeit 4,5% auf 10 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche ausgeweitet werden kann.

Zur Bio-Flurfahrt am 25.06.2012 soll dieses Positionspapier nun Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz übergeben werden. Zugleich möchte der Verein dem Minister die vielfältigen Leistungen demonstrieren, welche Thüringer Bio-Bauern jeden Tag erbringen. Ziele der Flurfahrt sind die «Landwirtschaftliche Fleisch, Technik und Handels GmbH» in Nazza und das «Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn» in Creuzburg.

Im Zentrum steht dabei insbesondere der Naturschutz, der in beiden Betrieben auf naturschutzfachlich sehr wertvollen Flächen z.B. durch Schafhaltung erbracht wird.
Neben dem Besuch der Betriebe und der Übergabe des Positionspapiers möchten Vertreter des ökologischen Landbaus im Rahmen einer «Agrarpolitischen Kaffeetafel» mit dem
Landwirtschaftsminister ins Gespräch kommen, um die Forderungen des Berufsstandes gegenüber
der Politik zu unterstreichen.

Folgender Ablauf ist vorgesehen:
Ablauf der Bio-Flurfahrt:
13.30 Uhr
Begrüßung und kleiner Stehimbiss am Verwaltungsgebäube der Landwirtschaftlichen Fleisch, Technik und Handels GmbH (Schlosshof 3, 99826 Nazza)

14.00 Uhr
Vorstellung des Forschungsprojektes «Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung» des Lehrstuhls für Terrestrische Ökologie in Weihenstephan.
Ziel des Projektes ist die Untersuchung der funktionalen Interaktion unterschiedlicher Organismen und -gruppen sowie der Auswirkung von Landschaftsnutzungsformen auf lokale Biodiversität und ökosystemare Funktionen.

14.45 Uhr
Besichtigung der Öko-Schweinemast in Frankenroda und Diskussion zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Landwirtschaft

15.00 Uhr
Transfer zum Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn (99831 Creuzburg)

15.30 Uhr
Hofführung Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn

16.15 Uhr
Gemeinsames Gespräch zu den naturschutzfachlichen Leistungen des Ökolandbaus und den agrarpolitischen Forderungen des Berufsstandes sowie Übergabe des Positionspapiers bei Kaffee und Kuchen

Rainer Beichler | | Quelle: ,

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