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Nachhaltige Landwirtschaft: Kriterienkatalog an Oberbürgermeisterin Katja Wolf übergeben

Bildquelle: © Stadt Eisenach
Oberbürgermeistern Katja Wolf (links) wurde durch Karin Wöllert, von der Hofkäserei Burgmühle in Haina, der Auszubildenden Clara und Beate Brand der Kriterienkatalog zur gemeinwohlorientierten Verpachtung kommunaler Landwirtschaftsflächen überreicht.

Am heutigen Freitag, 25. November, übergab Karin Wöllert, stellvertretend für den Landesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL), Reiko Wöllert, im Beisein von weiteren Bäuerinnen einen Kriterienkatalog zur gemeinwohlorientierten Verpachtung kommunaler Landwirtschaftsflächen an Oberbürgermeisterin Katja Wolf.

Zeitgleich übergaben bundesweit in mehr als 30 Städten andere Bäuerinnen und Bauern den Kriterienkatalog an die dortigen Stadtspitzen. Mit diesem Katalog möchte die AbL Prozesse anstoßen, die zur Erarbeitung von Kriterien für die nachhaltige Verpachtung kommunaler Agrarflächen führen sollen.

Die Stadt Eisenach steht zu ihren Klimazielen. Als kommunale Verwaltung sind wir eine wichtige Stellschraube, um Klimaschutz lokal und regional voranzutreiben. Die Zusammenarbeit und Unterstützung von Bäuerinnen und Bauern vor Ort ist Teil dieses Weges, den wir zukünftig intensivieren möchten, so die Oberbürgermeisterin.

Laut eines Stadtratsbeschlusses aus dem Jahre 2020 hat sich die Stadt Eisenach zu mehr Nachhaltigkeit verpflichtet. Eines der Ziele des 25-Punkte-Plans zum Klimaschutz ist die Einrichtung eines städtischen Dialogs mit Bäuerinnen und Bauern sowie Bürger*innen, die Eisenacher Boden privat oder gewerblich landwirtschaftlich nutzen.

Stadt und Stadtrat stehen Neuausrichtung positiv gegenüber
Hilfen zum Umstieg auf eine ökologisch und klimatisch verträglichere landwirtschaftliche Nutzung sollen gemeinsam mit dem Kreisbauernverband Eisenach-Bad Salzungen entwickelt und umgesetzt werden. Zudem sind im Klimaschutzkonzept der Stadt bereits klimarelevante Kriterien bei Verkauf, Verpachtung, Entwicklung und Nutzung städtischer Grundstücke verankert. So lautet eines der operativen Ziele in den Nachhaltigkeitsstrategien konkret, Maßnahmen zum Umstieg auf eine ökologisch und klimatisch verträgliche Landwirtschaft aktiv zu fördern. Dies ist außerdem bis zum Jahr 2035 auf allen kommunalen Flächen umzusetzen. Somit haben sich die Stadt Eisenach und der Stadtrat bereits für eine Neuausrichtung beziehungsweise Umstellung der eigenen verpachteten Flächen bekannt. Nun müssen die notwendigen Schritte dafür in die Wege geleitet werden. Der nun überreichte Kriterienkatalog kann hierbei mit herangezogen werden.

Hintergrund Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland (AbL) setzt sich für eine Verpachtung des öffentlichen Landes an Betriebe vor Ort ein, die mit ihrer Art der Bewirtschaftung gesunde Nahrungsmittel erzeugen, Tierwohl-, Umwelt- und Naturschutzleistungen erbringen, Arbeitsplätze schaffen und ihre Produkte in der Region vermarkten.

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