Unwetter sorgt auch in Eisenach für Einsätze

Flusspegel können steigen

Durch die stürmische Witterung hat es am Donnerstag auch in der Stadt Eisenach erste Einsätze der Eisenacher Feuerwehr gegeben.

Die ersten unwetterbedingten Notrufe gingen ab 7.49 Uhr bei der Einsatzzentrale ein und fordern seitdem die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr. Um 7.49 Uhr fiel ein Baum in der Langensalzaer Straße in Höhe der Tankstelle auf die Straße, um 8.49 Uhr rückten die Einsatzkräfte auf den Wanderparkplatz Hohe Sonne aus, auch hier war ein Baum umgefallen. Gegen 9.21 Uhr kümmerten sich die Kräfte um lose Dachziegel und Dachteile eines leer stehenden Hauses in der Altstadtstraße, in der Stregdaer Allee drohte, kurz vor 10 Uhr am Vormittag ein großer Baum auf einen Garagenkomplex zu fallen. Um 12.13 Uhr drohte in der Wartburgallee erneut ein Baum umzufallen.

Doch nicht nur Sturmböen machen den Einsatzkräften zu schaffen, durch die Schneeschmelze im Thüringer Wald in Verbindung mit den ergiebigen Regenfällen werden sowohl an der Hörsel, als auch der Werra stark steigende Pegel erwartet. Bei anhaltendem starken Regen kann es lokal zu Überflutungen von öffentlichen Straßen und Verkehrswegen kommen, z.B. durch Rückstau aus dem Kanalnetz.

Die Eisenacher Stadtverwaltung und die Feuerwehr haben sich auf entsprechende Ereignisse durch die Einrichtung einer Ruf- bzw. Alarmbereitschaft sowie durch eine erweiterte Vorhaltung von Material vorbereitet. So ist auch der Bauhof der Stadt Eisenach am Vormittag in Rufbereitschaft versetzt worden. Auf der Feuerwache – dort ist der Sitz der Berufsfeuerwehr – wird für Hochwasser- und Starkregenereignisse vielfältige Spezialtechnik in Reserve vorgehalten. Neben tragbaren Feuerlöschkreiselpumpen und elektrischen Tauchpumpen stehen mobile Hochwasserschutzsysteme, -sperren und eine Sandsackfüllmaschine zur Verfügung. Darüber hinaus werden bei der Feuerwehr und dem THW jeweils ca. 15.000 Sandsäcke vorgehalten. Beim THW Ortsverband Eisenach ist außerdem für alle Fälle die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen stationiert.

Wo erhalte ich Warnungen vor Hochwasser und Starkregen?

Amtliche Wetterwarnungen erhalten Sie vom Deutschen Wetterdienst über Rundfunk und Fernsehen sowie über https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_gemeinden/warnWetter_node.html.

Im Rahmen der amtlichen Warnungen gibt der Deutsche Wetterdienst auch Hinweise auf mögliche Gefahren. Diese und die angemessenen Verhaltenshinweise finden Sie unter www.wettergefahren.de, sowie in den Warn-Apps wie „KATWARN“, „NINA“, „Meine Pegel“ und „WarnWetter“.

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Aktuelle Pegelstände erhalten Sie für Thüringen über die Hochwassernachrichtenzentrale unter https://hnz.thueringen.de/hw-portal/

Wie verhalte ich mich bei Hochwasser oder Starkregen?

Im Gebäude:
Verlassen Sie im drohenden Überflutungsfall umgehend tief liegende Gebäudeteile, wie Keller, Souterrainwohnungen, außenliegende Kellertreppen.
Ist Ihr Keller überschwemmt, besteht Gefahr aus elektrischen Anlagen. Betreten Sie daher überschwemmte Räume nicht. Vor Betreten muss der Strom abgestellt werden.

Tiefgaragen, Tunnel und Unterführungen:
Verlassen Sie im Notfall umgehend Tiefgaragen oder Unterführungen. Fahren Sie nicht hinein, auch wenn Sie meinen, dass Sie es gerade noch schaffen.

Auf der Straße:
Passieren Sie keine überfluteten Straßen! Hier können unsichtbare Hindernisse sein, die Verletzungsgefahr bedeuten. Auch die Überflutungshöhe ist häufig nicht sicher erkennbar.
Kanaldeckel können aufgrund des Wasserdrucks aus dem Kanalnetz fehlen oder plötzlich in die Höhe schießen! Auch hier droht Verletzungsgefahr.

An Bächen und Flüssen:
Verlassen Sie umgehend das Gewässer und den Uferbereich, wenn Sie einen Anstieg des Wasserstands bemerken. Auf keinen Fall sollten Sie steigende Pegelstände als sportliche Herausforderung ansehen.

Interessierte Bürger können hier noch weiterführende Informationen zur Vorsorge und zum Verhalten bei Unwetter und Hochwasser finden: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Tipps-Notsituationen/Hochwasser/hochwasser_node.html

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