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Verbesserungen für Radfahrer in und um Eisenach

Damit Radfahrer in Eisenach sicherer und besser unterwegs sein können, sind in den letzten Wochen mehrere Maßnahmen ins Leben gerufen worden. Eine Maßnahme ist der neue Radschutzstreifen im Ortsteil Stockhausen. Dort verläuft der touristische, aber auch im Alltag gern genutzte Nessetalradweg. Er führt von Gotha über den Kindel, Stockhausen bis hin zum Markt nach Eisenach. Im Ortsteil Stockhausen endete der Radweg bislang ohne erkennbare Weiterführung nach Eisenach an der Nessetalstraße. Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt von Stockhausen konnte diese Lücke nun mithilfe eines sogenannten Schutzstreifens geschlossen werden. Radfahrer und Autofahrer teilen sich die Fahrbahn. Zur Orientierung und Verdeutlichung wie die Fahrbahn neu aufgeteilt ist, wurde ein beidseitiger Schutzstreifen markiert. Radfahrer werden nun sicher bis zum Radwegabzweig nach Eisenach zur Straße „Am Schinderasen“, geleitet.

Der Schutzstreifen sorgt dafür, dass Radfahrer dort künftig mehr Aufmerksamkeit bekommen und sichtbar auf der Fahrbahn fahren. Das erhöht die Verkehrssicherheit der Radfahrer.

Während Radler bislang dort meist verbotenerweise und zum Ärger der Fußgänger auf dem Gehweg gefahren sind, werden Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern nun reduziert, die Verkehrssicherheit und der Fahrkomfort auf der Fahrbahn für Radfahrende erhöht, sagt Baubürgermeister Dr. Uwe Möller. Dank des Schutzstreifens konnten wir gemeinsam mit dem Straßenbauamt Südwestthüringen, das die Sanierung übernommen hatte, eine wichtige Lücke für Touristen aber auch Alltagsradfahrende schließen, die Sicherheit und Akzeptanz des Radverkehrs – gleich von der Autobahn kommend – auf den Straßen Eisenachs erhöhen, so Möller weiter.

Die Straße soll Mitte Dezember für den Verkehr frei gegeben werden. Im Frühjahr folgen dann noch die Rad-Piktogramme auf dem Schutzstreifen. Zur nächsten Radsaison 2019 soll alles fertig sein.

Mit dieser und weiteren Maßnahmen möchte die Stadt Eisenach, die Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Thüringen (AGFK) ist, den Radverkehr sicherer machen und Anreize schaffen, öfter mal das Auto stehen zu lassen.

Zu den weiteren Maßnahmen gehören auch kleinere, die jedoch große Wirkung erzielen. So umgesetzt in der Stolzestraße, in der die Mühlgrabenbrücke für den Radverkehr frei gegeben worden ist. Dadurch, dass die Brücke mit 2,50 Metern breit genug ist, können Radfahrer direkt und ohne Umweg zum Beispiel vom ZOB über die Stolzestraße zur Fischweide fahren.

Das funktioniert mit dem Auto so nicht, sagt Möller. Während das Auto für dieselbe Strecke etwa auf 750 Metern Länge durch den Stadtverkehr fahren muss, können Radfahrer mit nur einer Ampel und nach 400 Metern am Ziel noch lange auf den Autofahrer warten, scherzt Möller. Im Ernst, anhand dieses Beispiels wird deutlich, wo die klaren Stärken beim Radverkehr liegen. Im Stadtverkehr, innerhalb eines Radius von ein bis fünf Kilometern, stellt das Rad oft die schnellste Alternative zum Auto dar.

An der Mühlgrabenbrücke steht jetzt das Schild, Gehweg „Rad frei“, wobei das „Rad frei“ nicht als „Freifahrtschein“ gilt, sondern Radfahrer dürfen hier nur Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen sich besonders rücksichtsvoll gegenüber Fußgängern fortbewegen.

Bereits im September waren zwei weitere Maßnahmen umgesetzt worden. Radfahrer können in der Nicolaistraße auf dem Gehweg in Richtung Karlsplatz fahren. Das Verkehrszeichen „Rad frei“ macht es möglich, auch hier gilt: Radfahrer dürfen nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen den Fußgängern Vortritt gewähren. Als tolle Verbesserung für Radfahrer hat sich der kurze Schutzstreifen mit vorgezogener Haltlinie, in der Altstadtstraße schon bewährt. Radfahrer können dort seit Herbst am Stau vorbei fahren und frei von Abgasen an der Ampel warten, bevor sie für Autofahrer gut sichtbar weiterfahren. Auch diese Maßnahme führt zu mehr Sicherheit nicht nur für die Radler, sondern auch Fußgänger profitieren, da weniger Radfahrer den Gehweg benutzen.

Zur AGFK Thüringen: Die AGFK Thüringen besteht derzeit aus 13 Kommunen und Landkreisen, die sich für eine fahrrad- und fußgängerfreundliche Mobilitätskultur engagieren. Die Mitglieder wirken an der Umsetzung des Radverkehrskonzepts 2.0 Thüringen mit und leisten so einen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Verbesserung der Lebensqualität, auch in Eisenach. Durch die Vernetzungsarbeit der AGFK Thüringen werden Erfahrungen ausgetauscht, Initiativen und gemeinsame Aktionen angestrebt sowie erfolgreiche Praxisbeispiele bekannt gemacht. Mehr Informationen zur AGFK Thüringen gibt es hier: www.agfk-thueringen.de.

Andrea T. | | Quelle:

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