Anzeige

Vielfalt Leben: AWO-Kindergarten „Haus Sonnenschein“ stellt Projekte vor

Bildquelle: © Ulrike Unger/Stadtverwaltung Eisenach
Im Beisein von Eisenachs Dezernenten für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Stadtentwicklung Ingo Wachtmeister stellten Leiterin Birgit Möller (hinten, links), Yvonne Bartsch (daneben) und Anna Töpfer (vorn) die Projekte ThEKiZ, Vielfalt vor Ort, Sprach-Kita und Familienberatung to go vor – stellvertretend für das gesamte Projekt-Team im AWO-Kindergarten „Haus Sonnenschein“.

Die pädagogische Arbeit des AWO-Kindergartens „Haus Sonnenschein“ ist so vielfältig wie die Persönlichkeiten der Kinder, die das Haus besuchen, und die ihrer Familien. Aktuell laufen im Kindergarten insgesamt vier geförderte Projekte, mit denen es dem Team der Einrichtung gelingt, die Familien und das Umfeld des Kindergartens auf unterschiedliche Art und Weise mit ins Boot zu holen und sich als Zentrum nach außen zu öffnen.

Am Dienstag, 9. November, informierten das Kita-Team und AWO-Bereichsleiterin Susanne Dornaus-Bätzel über die Projekte. Bildungsdezernent Ingo Wachtmeister begleitete die Pressekonferenz. Die vier Projekte unter Federführung der AWO AJS gGmbH heißen ThEKiZ (Thüringer Eltern-Kind-Zentrum), „Vielfalt vor Ort“, „Sprach-Kita“ und „Familienberatung to go“ und werden von einem fachlich versierten Team begleitet.

Wenn die Projekte mit so offenen Augen wie hier angegangen werden, ist das für die Stadt ein riesiger Gewinn, sagt Ingo Wachtmeister, Dezernent für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Stadtentwicklung.

ThEKiZ ist eine Maßnahme aus dem fachspezifisch integrierten Plan der Stadt Eisenach im Rahmen des Landesprogramms „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ sowie aus der Armutspräventionsstrategie der Stadt. Die Personalkosten sowie einige Mikroprojekte wurden aus Mitteln dieses Landesprogramms durch das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie gefördert.

Einladende Atmosphäre und niedrigschwellige Angebote
In den dafür neu geschaffenen Räumlichkeiten im Erdgeschoss der Kindertageseinrichtung befindet sich seit Kurzem das zweite Thüringer Eltern-Kind-Zentrum in Eisenach. Eine weitere ThEKiZ-Einrichtung ist die evangelische Kita „Spielkiste“. Die Räume sind mit hellen Möbeln eingerichtet, eine Sitzgruppe lädt zu Gesprächen ein. Neu angeschaffte hochwertige Holzspielgeräte zur motorischen Förderung der Kinder sind die besondere Attraktion des großen Aufenthaltsraumes. Sie würden begeistert genutzt und ausprobiert, wie Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin Anna Töpfer berichtet. In diesen Räumen können Eltern und ihre Kinder gemeinsam Zeit verbringen. Einer der Räume ist mit Musikinstrumenten ausgestattet und soll vor allem den Allerkleinsten Gelegenheit für musikalische Entdeckungen bieten.

Gezielte Unterstützung
ThEKiZ verstehen sich als Kindertageseinrichtungen mit besonders ausgeprägter Familien- und Sozialraumorientierung. Sie sind als Leistungserbringer der örtlichen Jugendhilfeplanung anerkannt und können gezielt Eltern und Kindern mit bedarfsgerechten und niedrigschwelligen Angeboten unterstützen.

Wir wollen Türöffner sein und die Hürden so gering wie möglich halten, sagt Anna Töpfer und erzählt von den ersten Erfolgen, wie beispielsweise einem gemeinsamen Eltern-Kind-Wandertag.

Es ginge um Willkommens- und Beziehungsarbeit, deren Ziel es sei, Diskussionsräume zu schaffen, Barrieren abzubauen und gemeinsam Lösungen zu finden. Die ThEKiZ-Einrichtungen sollen langfristig etabliert werden, um die Erfolge in der Arbeit mit Eltern und Kindern zu festigen, so dass dauerhaft eine Struktur geschaffen werden kann, die Zeit und Raum für bedarfsgerechte und niedrigschwellige Angebote bietet.

Sprachbarrieren abbauen
Der Kindergarten nimmt auch am Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ teil, in dessen Rahmen eine Sprachfachkraft im „Haus Sonnenschein“ beschäftigt ist. Ein Augenmerk legt das Fachpersonal dabei auf den Abbau von Sprachbarrieren im Alltag, denn immerhin treffen in der Einrichtung 17 Muttersprachen aufeinander. Wichtig ist aber auch, die Schönheit von Sprache zu vermitteln und diese neu zu entdecken. Das Team denkt dabei einfache Materialien ganz neu und so wird aus einem Bilderbuch schnell auch mal ein modernes Bilderbuch-Kino dank Beamer und Leinwand.

Vielfalt und Familienberatung vor Ort
Des Weiteren wurde das Projekt „Vielfalt vor Ort“ initiiert. Es wird im Wesentlichen durch das Gute-KiTa-Gesetz ermöglicht, mit dem der Bund die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität unterstützt. Der Fokus liegt hier auf der Stärkung von Kindern und Familien mit Flucht- und Migrationserfahrungen. ThEKiZ und das Projekt „Vielfalt vor Ort“ können gut miteinander verzahnt werden.
Innerhalb der Räumlichkeiten besteht mit dem Projekt „Familienberatung to go“ zudem das Kita-Angebot, Beratung vor Ort wahrzunehmen.

Anzeige
Top