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Walking Summit in Obuse

Fern ausgetretener Pfade neue touristische Ziele für Thüringen erschließen nennt Hartwig Gauder die Leitidee seiner Mission, die er schon seit geraumer Zeit erfolgreich umsetzt. Der frühere Olympiasieger im Gehen kennt sich gut aus in fernen Ländern und ist mit der Mentalität der dort lebenden Menschen bestens vertraut. So erhielten unter Federführung des Power Walking Clubs Tokio und des Pummpälzvereins japanische Reisegruppen bei Besuchen in Thüringen vielgestaltige Einblicke in Bereiche der Kultur, des Tourismus und der Gesundheit.

Kompetente Partner, wie Asklepiosklinik und Keltenbad in Bad Salzungen, Fröbel- und Kaiserhof in Bad Liebenstein, Point Alpha mit Stadt Geisa und Wartburg in Eisenach, um nur einige beispielgebend zu nennen, erwiesen sich in den japanischen Tugenden der Gastfreundschaft und Höflichkeit als ebenbürdig und tauschten viele Informationen mit den japanischen Gästen aus.

Jedoch Gauder dürfte nicht Gauder sein, wenn die körperliche Ertüchtigung keine Rolle gespielt hätte und so kam es stets zu Walkingmeets und Teilnahmen an Pummpälzveranstaltungen. In eine neue Dimension begab man sich 2011 mit der Unterzeichnung eines Freundschaftsabkommens mit Japan, welches die Bürgermeister von Bad Liebenstein, Schweina, Ruhla, Bad Langensalza und Geisa mit dem Bürgermeister von Obuse als Vertreter der Region Obuse/Nagano unterzeichneten.

Auf Einladung Präsidenten des Power Walking Clubs Tokio, Vadim Koga-san und des Mayors of Obuse Town, Ryozo Ichimura-san reisten nunmehr als Vertreter Schweinas Bürgermeister Jürgen Holland-Nell und Pummpälzvereinsvorsitzender Werner Wolf zum Gegenbesuch nach Japan.
Bei dem in Obuse stattfindenden Walking Summit zum Thema Gesundheit und Sport fanden Beratungen mit vielen Partnern, ein Kongress und ein Walkingevent mit großer Beteiligung statt. Wie schon bei der Umrechnung des Euro in den Yen, wo man getrost zwei Nullen anhängen kann, scheint sich diese kleine Rechenakrobatik bei den Einwohnerzahlen im Vergleich zu den unsrigen sowieso und für die gut gefüllte Kongresshalle und die Teilnehmerzahlen am Walkingevent durch die Weinberge und Obstplantagen von Obuse zu bestätigen.
Der Bürgermeister von Schweina Jürgen Holland-Nell stellte bei seinem Grußwort die zukünftige Fröbelstadt Bad Liebenstein als gemeinsames Altensteiner Oberland vor, in welchem der Begründer des ersten Kindergartens wirkte und dort die erste Kindergärtnerinnenschule der Welt errichtete. Ein vielfaches Kopfnicken der Zuhörer bestätigte die Bekanntheit von Fröbel in Japan.

Gleiches galt für Martin Luther, dessen Bibelübersetzung mit seiner Entführung in Steinbach begann. Einige in T-Shirts des Pummpälz gekleidete Zuhörer zeigten, dass sie schon beim Pummpälzfest auf Luthers Spuren gewandert waren. Viele Gespräche ließen das berechtigte Interesse der Japaner erkennen, die Urstätten des in Japan hochverehrten Fröbel, der Reformation und Bachs Geburtsort zu erleben.
Kaum verwunderlich, dass sich im nächsten Jahr bereits für mehrere Gruppen der Weg ins Land von Fröbel, Luther und Bach konkret in Planung befindet. Dazu gehört eine 14-köpfige Ärztedelegation unter Leitung von Prof. Kazutoma Minami, Präsident des Cardiovascular Hospital of Central Japan. Der Professor und seine Kollegen interessieren sich für die Asklepiosklinik in Bad Salzungen und die m&i Fachklinik in Bad Liebenstein, die bekanntermaßen als Mitglieder des Pummpälzvereins gesundheitssportliche Projekte umsetzen konnten.

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