Weihnachtsgeschenke vom Landrat

für kleine Wohngruppenbewohner

Jedes Jahr in der Adventszeit besucht Landrat Reinhard Krebs zwei soziale Einrichtungen im Landkreis, informiert sich über deren Arbeit und bringt Geschenke mit.

Der erste Besuch fand im Wuthaer Ortsteil Kahlenberg statt. Dort hatte die Diakoniewerk Gotha gGmbH 2022 eine einstige Pension zum „Sonnenhof“, einer stationären Jugendhilfeeinrichtung für Kinder ab vier Jahren umgebaut. Im Oktober dieses Jahres war nun auch der Umbau des zum Areal gehörenden „Schweizer Hauses“ fertig und eine Säuglingswohngruppe mit Kindern bis zum Alter von vier Jahren konnte dort einziehen.

Landrat Reinhard Krebs besuchte die Säuglingswohngruppe und brachte einen Korb voller Geschenke mit. Die Kinder im Alter von einem bis drei Jahren, die aktuell in der Wohngruppe eine familiennahe Betreuung finden, packten mit großer Begeisterung Tonieboxen nebst Figuren, Kuscheltiere, Puppen, Bücher und gesunde Süßigkeiten aus.

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Lisa Dittrich, Leiterin der Säuglingswohngruppe und Anne-Juliane Pogander, Geschäftsführerin Diakoniewerk Gotha gGmbH berichteten dem Landrat von der Arbeit in der Wohngruppe und dem Leben der Kinder aus beiden Häusern auf dem weitläufigen Areal, auf dem sich auch Kaninchen, Hühner und demnächst Alpakas tummeln.

Die Idee war es ursprünglich, in diesem Gebäude ein Verselbstständigungswohnen für ältere Kinder ab 16 Jahren einzurichten. Dann aber haben wir mit dem Jugendamt des Wartburgkreises zusammengesessen und es wurde deutlich, dass eine Einrichtung für ganz kleine Kinder sehr viel dringender benötigt wird. Damit entstand die einzige Säuglingswohngruppe im Landkreis. Hier leben aktuell vor allem Kinder, deren Mütter eine starke Drogenproblematik aufweisen und die einen Ort brauchen, an dem sie ungefährdet aufwachsen können. Diese Kinder müssten eigentlich in Pflegefamilien untergebracht werden, aber – und das ist ein Problem in ganz Thüringen – es gibt zu wenig Pflegefamilienplätze. Zudem haben die Kinder auch tatsächlich einen besonders hohen Betreuungsbedarf – denn auch sie machen nach der Geburt einen Entzug durch, erläutert Anne-Juliane Pogander.

Diese Kinder haben nur uns und wir sind rund um die Uhr für sie da, ergänzt Lisa Dittrich. Wir haben im Schweizer Haus eine liebevolle, familiennahe Umgebung geschaffen, ein geschütztes Zuhause im Grünen mit viel Platz, um sich zu entwickeln und zu wachsen. Und wenn die Kinder vier Jahre alt werden, dann müssen sie nicht woanders hin, sondern wechseln ins Nachbargebäude, in den Sonnenhof. Zudem versuchen wir immer, den Kontakt zu den leiblichen Eltern zu halten – auch in der Hoffnung, dass sie sich fangen und die Kinder zu ihnen zurückkönnen.

Landrat Reinhard Krebs zeigte sich begeistert von der tollen baulichen Umsetzung und der liebevoll gestalteten Einrichtung des Schweizer Hauses, an dessen Gestaltung auch regionale Handwerksbetriebe mit viel Engagement beteiligt waren.

Ich bin froh, dass es gute Orte wie diesen bei uns im Landkreis gibt und engagierte Betreuer und Betreuerinnen, die Kindern ein wohnortnahes Zuhause auf Zeit bieten.

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