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Wenn es um das Wasser geht

Am Samstag öffnete das Klärwerk in Stedtfeld seine Türen für die Öffentlichkeit. Anlass war der 10. Geburtstag der Anlage. Betreiber ist der Trinkwasser- und AbwasserVerband Eisenach-Erbstromtal.
Viele Bürger und Kinder, eine Schule nutzte gar einen Wandertag, folgten der Einladung des Verbandes. Die meisten Besucher waren sichtlich erstaunt was alles notwendig ist, bis das Wasser zu den Verbrauchern kommt und wieder in den Kreislauf zurück gelangt.
Und so waren die Führungen durch die Anlagen gefragt. Gezeigt wurde die Technik und auch die Leitzentrale durfte besichtigt werden.
Natürlich gaben die Mitarbeiter den Gästen Antworten auf Fragen, besonders zu den Gebühren.
Der erste Spatenstich für das Klärwerk erfolgte durch die Umweltminister Thüringens und Hessen, Hartmut Sieckmann und Joschka Fischer, am 23. Mai 1991. Baubeginn war dann im Oktober. Die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe war am 13. Oktober 1993. Diese sieht 95000 Einwohnerwerte (statistisches Maß aus Einwohner und Industrie) vor. Diese Werte werden bis zu 90 Prozent erreicht. Jedoch erfolgte die Planung so, dass eine Erweiterung auf 105000 Einwohnerwerte erfolgen kann.
Zunächst sorgte man sich nur um das Abwasser. Anfang dieses Jahres erfolgte die Zusammenlegung der Ab- und Trinkwasserzweckverbände. Gemeinsamer Sitz vom TAV ist nun Stedtfeld.
2002 wurden 7,4 Millionen m³ Abwasser im Klärwerk behandelt. 1993/94 waren es 5,2 Millionen m³. Entsorgt wurden letztes Jahr 17600 m³ Fäkalschlamm. 3400 Tonnen ist die Schmutzfracht des Abwassers. Diese sei gestiegen, da weniger Fremdwasser im Abwasser enthalten ist (keine maroden Kanäle, sparsamer Umgang mit Wasser durch die Bürger). Der Energieverbrauch liegt bei 2700000 kWh. Das Schmutz- und Regenwasser wird in Kanälen zum Klärwerk geleitet. 44 km Abwasserleitung gibt es. Die Rohre haben einen Durchmesser von 0,80 bis 2,60 Meter. Angeschlossen ist eine Fläche von 20 km², davon 6 km² bebaut.
Zum Verband gehören 13 Regenüberlaufbauwerke und vier Abwasserpumpwerke. Alle Prozesse werden in der Schaltwarte überwacht, dazu gibt es 44 Kilometer Fernwirkleitung.
Für die Trinkwasserversorgung betreibt der Verband 26 Hochbehälter, 15 Bohrbrunnen und nutzt sechs Quellen. 98 Kilometer Leitungen gibt es für das Trinkwasser. 60000 Einwohner werden damit versorgt. 2002 wurden 8579 m³ Trinkwasser am Tag gefördert, davon verkaufte man 8261 m³, die Wasserverluste beliefen sich auf 318 m³ am Tag. 1993 waren es noch 1200 m³ Verluste bei einer geförderten Menge von 18424 m³ am Tag.
Investiert wurden in den Bereich Abwasser rund 88,5 Millionen Euro und in den Bereich Trinkwasser 20,4 Millionen Euro. Die Hälfte der Mittel wurden gefördert. Anfangs unterstützte das Land Hessen stark den Zweckverband Eisenach-Erbstromtal.
Zum Tag der offenen Tür gab es neben den vielen interessanten Informationen rund um das Wasser auch viel Spaß für die Kinder, die einen Mini-Spielplatz hatten. Auch für das leibliche Wohl und musikalische Unterhaltung war bestens gesorgt.

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