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Die Wimpelwanderguppe mit Burgruine Hanstein (hinten links) und Burg Ludwigstein (rechts). | Bildquelle: © Stadtverwaltung Eisenach

Beschreibung: Die Wimpelwanderguppe mit Burgruine Hanstein (hinten links) und Burg Ludwigstein (rechts).
Bildquelle: © Stadtverwaltung Eisenach

Wimpelwanderung 2018: Stille Wächter am Wegesrand – Zeitzeugen der Geschichte

Vierte Etappe bis nach Ziegenhagen ist geschafft

Die Wimpelwanderer verabschiedeten sich gestern (9. August) von ihrem Quartier in der hübschen Kurstadt Bad Sooden-Allendorf. Sie legten auf der vierten Etappe eine beachtliche Strecke zurück. Der Weg von Oberrieden, dem Endpunkt der gestrigen Tour, bis nach Ziegenhagen war von einem permanenten Auf und Ab gekennzeichnet und 21 Kilometer lang. Mit 721 Höhenmetern bergauf und 708 Höhenmetern bergab war es auch die profilreichste Wanderetappe.

Die mit grenzüberschreitenden Ausblicken gespickte Wanderung eröffnete beispielweise den Blick auf die im Thüringischen gelegene Burgruine Hanstein ebenso wie auf die Jugendburg Ludwigstein. Sie ist für die Jugend- und Wanderbewegung sehr bedeutend. Auf Burg Ludwigstein, die vor 100 Jahren von Jugendgruppen erworben und seitdem bis heute immer für Zwecke der Jugend-, Pfadfinder- und Wandervogelbewegung genutzt wurde, hat das Archiv der deutschen Jugendbewegung seine Heimat.

Die vierte Etappe der Wimpelwanderung verband auf verschiedene Weise Alt und Jung. Nicht nur, dass das Alterspektrum der Teilnehmer von 42 bis 77 Jahren reicht und 600 Jahre alte Burgen quasi am Wegesrand lagen – auch Witzenhausen ist eine Stadt, in der sich Altes und Junges miteinander verknüpft. Die Stadt selbst wird wie viele Orte auf unserem bisherigen Weg von hübschen Fachwerkhäusern geprägt, der Bürgermeister wiederum ist ein junger Mann von 36 Jahren. Daniel Herz empfing die Botschafter des Wanderns zur Mittagszeit in der Universitäts- und Kirschenstadt Witzenhausen. Die Uni der Stadt ist die kleinste in der Bundesrepublik. Hier studieren junge Leute aus der ganzen Welt unter anderem, wie ökologische Landwirtschaft funktionieren kann. Am Wegesrand entdeckten die Wanderer aber auch stille Zeugen der Tour: friedlich grasende Alpakas und ein in einen stehengebliebenen Baumstumpf geschnitzten Wächter. Quartier bezogen die Wimpelwanderer am Abend für die nächsten beiden Nächte in der Fachwerk- und Dreiflüssestadt Hannoversch Münden.

Heute führt die fünfte Etappe bis zum Wanderparkplatz Roter Stock an der Landstraße 3232 Holzhausen/Reinhardshagen.

Foto: © Stadtverwaltung Eisenach • (von links): Lutz Hähner, Egon Kemmler, Daniel Herz (Bürgermeister Witzenhausen), Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Christine Lieberknecht beim Empfang in Witzenhausen.

Eisenacher Wimpelwandergruppe: Seit dem 4. August ist eine Gruppe Wanderer aus Eisenach und Umgebung unterwegs und bringt den Wanderwimpel der Deutschen Wandertage von Eisenach nach Detmold. Eisenach war im letzten Jahr der Ausrichter des 117. Deutschen Wandertags, Detmold ist der Nachfolger in diesem Jahr. Zur Wandergruppe gehören 16 Personen, darunter Vertreter von Wandervereinen, Touristiker und Kommunalpolitiker. Sie werden angeführt von Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf. Mit dabei ist auch Christine Lieberknecht  ehemalige Ministerpräsidentin von Thüringen und heutige Vorsitzende des Thüringer Wanderverbands. Die Wandergruppe wird in Detmold am 16. August eintreffen und den Wimpel bei der Eröffnungsveranstaltung des Deutschen Wandertages an den Gastgeber überreichen.

Andrea T. | | Quelle:

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