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ZENTRAL-GENIAL: STUDIERENDE DER UNIVERSITÄT WEIMAR ENTWERFEN EISENACHER ALTSTADTQUARTIER

Die Eisenacher Innenstadtinitiative „Zentral-Genial: Neues Wohnen in der Altstadt“ zeigt seit Freitag, 22. Oktober 2021, für mehrere Wochen Städtebauentwürfe der Universität Weimar. Die Entwürfe beschäftigen sich mit baulichen Entwicklungsmöglichkeiten für den zwei Hektar großen Gebäudeblock zwischen Lutherstraße, Schmelzerstraße, Johannisplatz und Lauchergasse. Die studentischen Arbeiten werden in einem Schaufenster an der Nordseite des Johannisplatzes ausgestellt. Am vergangenen Freitag wurden die Entwürfe von Prof. Steffen de Rudder, Leiter der Professur Städtebau, den Beteiligten des Projekts Zentral-Genial vorgestellt und mit Interessierten vor Ort besprochen. Gisela Büchner, ehrenamtliche Beigeordnete, bedankte sich im Namen der Stadt Eisenach für die gelungenen Entwürfe.

Stadtgärten und Innenhöfe als Gemeinschaftsraum

Der größte Gebäudeblock der Altstadt wird von Gewerbebauten verschiedener Epochen, einigen Neubauten und vielen kleinen historischen Gebäuden gebildet. Aber auch Baulücken und größere Brachflächen im Inneren werfen Zukunftsfragen auf. Drei Studentinnen haben von Oktober 2020 bis April 2021 im Rahmen ihrer Masterarbeiten städtebauliche Vorschläge erarbeitet. „Bei unseren Überlegungen haben wir uns gefragt: Was macht nachhaltige Städte aus?“, erklärte de Rudder das Vorgehen.

Die Entwürfe liefern nicht nur Ideen für den Umgang mit Baulücken, sondern zeigen auch, wie in Quartieren lebendige Nachbarschaften entstehen könnten. Weitere Zukunftsfragen zu Themen wie Mobilität, Nutzungsvielfalt oder Klimaanpassung wurden von den Studentinnen untersucht. Die Entwürfe beschäftigen sich auf vielgestaltige Art und Weise mit städtebaulichen Veränderungen der Gegenwart und der Zukunft. Ein Entwurf berücksichtigt Baulücken, die zu Eingängen ins Innere des Quartiers werden und somit Fußgängerverkehr in Innenstädten stärker in den Fokus rücken. Ingrid Pfeiffer vom Förderkreis zur Erhaltung Eisenachs freut sich über die gelungenen Ideen. Dazu gehöre auch unbedingt eine verkehrsberuhigte Innenstadt.

Ein weiterer Entwurf macht begrünte Innenhöfe zu Gemeinschaftsräumen, in denen sich Anwohner*innen treffen und austauschen können. Auch Gärten in den Städten spielen hier eine zentrale Rolle.

Der dritte Entwurf greift die Wohnsituation von Pendelnden, älteren Bürger*innen und Alleinstehenden auf. Eine kleinteilige Bebauung, die Gebäude und Höfe so gliedert, dass zufällige Begegnungen stattfinden können, soll Menschen in Nachbarschaften wieder mehr zusammenbringen.

Potentiale von Brachflächen

Ziel der Initiative ist es, die Attraktivität und Potenziale der Brachflächen und Leerstände in der Altstadt durch zeitgemäße Lösungsansätze aufzuzeigen. In den Jahren 2019 und 2020 lud die Stadt Interessierte dazu ein, Zukunftsszenarien mit den Architekt*innen vor Ort zu besprechen. Die Planungen und Entwürfe wurden an den Standorten auf großen Planen mehrere Wochen lang ausgestellt. Inzwischen werden einige Standorte wiederbelebt und an anderen werden nach einem Eigentümerwechsel Bauprojekte vorbereitet. Die Ausstellung kann kostenfrei und unter freiem Himmel besucht werden.

Weitere Informationen über die Innenstadtinitiative Zentral-Genial finden Sie hier. Die Ausstellung selbst trägt den Titel „Stadt von Morgen – Zukunftsbilder über ein Altstadtquartier“.

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