Anzeige

Carius: Luther als Ideen-Stifter in Mitteldeutschland

«Die Metropolregion Mitteldeutschland soll als Motor der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit der beteiligten Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt im europäischen und globalen Wettbewerb stärken. Denn Regionen spielen in Europa zum Teil schon eine größere Rolle als Mitgliedsstaaten oder Bundesländer.» Das erklärte Landesentwicklungsminister Christian Carius im Vorfeld der 5. Jahreskonferenz der Metropolregion Mitteldeutschland im Erfurter Augustinerkloster an diesem Montag.

«Metropolregionen», so Carius weiter, «sind vernetzte Wirtschafts-, Kultur- und vor allem Lebensräume, die vorhandene Ressourcen und Potenziale bündeln und so den Zugang zu den Märkten erleichtern. Durch das gemeinsame Auftreten ergibt sich auch eine stärkere Wahrnehmung und ermöglicht eine wirksame nationale und internationale Interessenvertretung. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet die Metropolregion Mitteldeutschland, ein Verbund von Städten der drei Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Kooperation mit interessierten Akteuren aus den Verwaltungen, der Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft werden auf verschiedensten Handlungsfeldern konkrete Projekte der Zusammenarbeit entwickelt, um die Stärken der Region effektiv weiter zu entwickeln.»

«Das Thema der Jahreskonferenz der Metropolregion in diesem Jahr lautet ‚Lutherland – Neue Wege im Kulturtourismus’. Kultur und Tourismus sind für die Entwicklung der Metropolregion wichtig. Das gilt genauso für den Wirtschaftsfaktor Tourismus wie für den Standortfaktor Kultur und das Alleinstellungsmerkmal ,Martin Luther’. Letzteres gilt sowohl als Identifikationsquelle für die mitteldeutsche Bevölkerung als auch international wirksamer Marketingeffekt. ‚Lutherland’ ist Deutsch wie Englisch wortgleich und wird in Thüringen genauso wie zum Beispiel auch in Australien verstanden», sagte der Minister.

Deshalb verfolge die Metropolregion innerhalb der Lutherdekade, aber auch über 2017 hinaus, die Weiterentwicklung des Kulturtourismus im «Lutherland». Dieses Ziel steht im Mittelpunkt der Jahreskonferenz.

Thüringer Lutherstätten haben im Rahmen der Stadtsanierung/Städtebauförderung eine hohe Priorität. Dazu zählt unter anderem die Klosterbibliothek des Augustinerklosters, die mit 2,5 Millionen Euro gefördert wurde (Gesamtbaukosten: 5,1 Millionen Euro). Auch das neue Landeskirchenamt «Collegium Maius» in Erfurt wurde mit 7,25 Millionen Euro unterstützt (Gesamtbaukosten: 11,7 Millionen Euro).

Anzeige
Anzeige
Top